(werbung)
(werbung)

Oft war in den vergangenen Jahren der Ruf nach einer Lobbyorganisation für deutsche Mode laut geworden. Schließlich haben solche Verbände in anderen Ländern viel für die Branche bewirkt – etwa das British Fashion Council in Großbritannien. Am Montag wurde nun in Berlin auf der Konferenz „Mode und Stil“ des Zeit-Magazins die Gründung des German Fashion Design Council (GFDC) verkündet.

Das erklärte Ziel der Organisation ist, sich dafür einzusetzen, „dass deutsches Modedesign als Kultur- und Wirtschaftsgut anerkannt wird“. Außerdem will sie „deutsche Modeunternehmen und Designer und deren öffentliche Wahrnehmung im In- und Ausland fördern“. In beiden Bereichen hat die deutsche Modebranche wahrlich Nachholbedarf – nicht nur gegenüber klassischen Modenationen wie Frankreich, Italien Großbritannien oder den USA, sondern auch gegenüber den skandinavischen Nachbarn Dänemark und Schweden.

Erste Präsidentin der Organisation wird die Christiane Arp, die Chefredakteurin der deutschen Vogue. Zu den Gründungsmitgliedern zählen außerdem unter anderem die Modejournalistin Melissa Drier, Anita Tillmann, die Chefin der Berliner Modemesse Premium, Marcus Kurz, der Geschäftsführer der Agentur Nowadays, und Mandie Bienek, die Geschäftsführerin von Press Factory.

„Der deutschen Modebranche mangelt es nicht an gutem Design, sondern an einer starken Lobby“, sagte Christiane Arp. Das „kreative Potential in Deutschland und dessen Relevanz als Wirtschafts- und Kulturgut“ werde „nach wie vor unterschätzt“. Doch nun soll alles besser werden: „Mit der Gründung des German Fashion Design Council haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern, und uns dauerhaft organisiert und gemeinschaftlich für deutsches Design stark zu machen – und zwar 365 Tage im Jahr“, erklärte die frischgebackene GFDC-Präsidentin. Was das konkret bedeuten soll, will der Verband in Kürze auf seiner Homepage www.gfdc.com mitteilen.