Der in Brüssel ansässige Interessenverband der europäischen Bekleidungs- und Textilindustrie, Euratex, bemüht sich weiter darum, Textilimporte aus China zu begrenzen. Nach dem Ende der Importquotenregelung zu Beginn dieses Jahres hätten die Textileinfuhren aus China in bestimmten Segmenten um 600 Prozent zugenommen, was mit einem Preisverfall um 40 Prozent einhergegangen sei, teilte der Verband mit. Er forderte die zuständigen Gremien der Europäischen Union auf, notwendige Maßnahmen zum Schutz der 170.000 hiesigen Unternehmen, die insgesamt zweieinhalb Millionen Arbeitnehmer beschäftigten, zu ergreifen.

Die Euratex habe bereits Anträge auf neue Schutzklauseln für zwölf verschiedene Produktkategorien gestellt. Um die gegenwärtige Krise der europäischen Textilindustrie zu diskutieren, trafen sich Euratex-Präsident Filiep Libeert und dessen Vize Michele Tronconi am 22. März mit dem EU-Handelskommissar Peter Mandelson. Tronconi verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Textilindustrie in der Europäischen Union unter fairen Handelsbedingungen durchaus konkurrenzfähig sei. Im Falle Chinas seien solche Bedingungen jedoch nicht gegeben. Die Möglichkeit, gegebenenfalls neue Schutzklauseln für chinesische Importe einzuführen, sei darüber hinaus bereits bei der Aufnahme Chinas in die WTO im Jahr 2001 Bestandteil der Vereinbarungen gewesen und in Artikel 242 des entsprechenden Protokolls festgehalten worden.

 

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