Der geplante Mega-Deal im asiatischen Bekleidungseinzelhandel ist vorerst zu den Akten gelegt: Wie der japanische Einzelhandelskonzern Fast Retailing Co. Ltd. zu Wochenbeginn mitteilte, habe das Unternehmen vorerst kein Interesse mehr daran, ein größeres Aktienpaket des in Hongkong ansässigen Konkurrenten Giordano International Ltd. zu übernehmen. Giordano verfügt derzeit über mehr als 1500 Filialen, die sich vor allem im asiatisch-pazifischen Raum sowie im Mittleren Osten befinden, und ist eines der wichtigsten Textilhandelsunternehmen in dieser Region.

Fast Retailing hatte im Sommer sein Interesse bekundet, einen bedeutenden Aktienanteil von Giordano zu erwerben. Dem Vernehmen nach waren die Japaner vor allem an dem dichten Filialnetz, das Giordano in China besitzt, interessiert. Wie Fast Retailing nun bekannt gab, habe es in der Zwischenzeit entsprechende Gespräche mit dem Vorstand von Giordano gegeben. Dieser hätte jedoch einen "konstruktiven Dialog" verweigert. Nachdem Giordano Ende August unbefriedigende Ergebnisse für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres gemeldet hatte - so war der Umsatz um 6,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken, der operative Gewinn gar um über 25 Prozent -, habe sich Fast Retailing nun entschieden, ganz auf seine Pläne zu verzichten. Der gegenwärtige Aktienpreis spiegele angesichts der vorgelegten Zahlen nicht den tatsächlichen Wert des Unternehmens wider, teilte Fast Retailing zur Begründung mit. Der Aktienkurs von Giordano brach als unmittelbare Reaktion auf die Entscheidung von Fast Retailing an der Börse in Hongkong um 11 Prozent ein.

 

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