Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Gap Inc. steckt seit geraumer Zeit in einer ziemlich tiefen Krise. Der will er nun durch eine weitere Expansion im Ausland entkommen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, wird es in naher Zukunft erstmals Filialen in der Türkei und in Saudi-Arabien eröffnen. Man habe entsprechende Franchise-Vereinbarungen mit der saudischen Fawaz Alhokair Group und der in der Türkei ansässigen Fiba Holding A.S. geschlossen, teilte Gap mit. In den kommenden fünf Jahren sollen demnach insgesamt 90 Filialen der Linie Gap und 20 der ebenfalls zum Konzern gehörenden Marke Banana Republic in beiden Ländern entstehen, hieß es weiter. Die Eröffnung der ersten Gap-Stores ist bereits für das Ende dieses Jahres vorgesehen, die ersten Banana Republic-Filialen werden im Frühjahr 2008 folgen. Bis 2012 sollen alle derzeit geplanten Geschäfte in Betrieb sein.

"Saudi-Arabien und die Türkei sind natürliche Märkte für Gap Inc." erklärte Ron Young, Senior Vice President of International Strategic Alliances bei Gap Inc.. "Beide Länder besitzen eine starke, stetig wachsende Wirtschaft, und die Konsumenten in diesen Märkten sind sehr an ikonischen Bekleidungsmarken interessiert." Über die beiden Franchise-Partner sagte er: "Die Fawaz Alhokair Group und Fiba Holding A.S. verfügen nicht nur über große geschäftliche Fähigkeiten und gründliche Kenntnisse der lokalen Kundengruppen, sondern auch über Erfahrungen darin, bekannte Mode- und Bekleidungsmarken erfolgreich auf internationalen Märkten einzuführen." Beide Unternehmen erhalten der Vereinbarung zufolge die exklusiven Rechte, Gap- und Banana Republic-Geschäfte im jeweiligen Land zu betreiben. Im Gegenzug müssen sie die hauseigenen Qualitätsstandards von Gap Inc. einhalten und dürfen Waren nur direkt von Gap Inc. oder von ausdrücklich genehmigten Lieferanten beziehen.

Der US-Konzern betreibt derzeit in Eigenregie Filialen der Marke Gap in sechs und von Banana Republic in drei Ländern. Franchise-Abkommen bestehen bereits mit Partnern in Bahrain, Indonesien, Kuwait, Malaysia, Oman, Qatar, Singapur, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

 

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