Die Gerry Weber International AG muss für das Geschäftsjahr 2002/03 (Stichtag 31.10.) einen Umsatzrückgang von 11,4 Prozent von 395,4 Millionen Euro auf 350,1 Millionen Euro hinnehmen. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank von 35,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2001/02 auf 24,8 Millionen Euro. Das sind 30,5 Prozent weniger als 2001/02. Das schlechte Ergebnis begründete die Gerry Weber AG am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz mit den Kosten für die Restrukturierung des Konzerns. Dazu gehört unter anderem die Einstellung der Marken "Yomanis" und "Court Yard". In Zukunft will sich das Unternehmen auf die drei Hauptmarken "Gerry Weber", "Taifun" und "Samoon" konzentrieren. Dabei hat "Gerry Weber" mit 61 Prozent den größten Anteil am Umsatz. Der betrug 203 Millionen Euro (2001/02: 225,3 Euro). Auch bei "Taifun" gingen die Umsätze zurück, von 88,2 Millionen Euro auf 82 Millionen Euro im letzten Geschäftsjahr. Nur bei der Nischenmarke "Samoon" kletterte der Umsatz von 26,3 Millionen Euro auf 33,6 Millionen Euro.

Mit der Einstellung der zwei Marken wurden auch 340 Arbeitsstellen, vor allem im Hauptsitz in Halle/Westfalen und den Produktionsstandorten in Tunesien und Portugal, gestrichen.

Die Gerry Weber AG gab 13,2 Millionen Euro für Investitionen aus. Unter anderem sicherte sich der Konzern die Namensrechte an Gerry Weber Open, für das jährliche Tennisturnier in Halle/Westfalen und eröffnete einen neuen Showroom. Weitere Ausgaben wurden für die Ausstattung des IT-Bereichs und den Retailbereich getätigt.

Der Vorstandsvorsitzende Gerhard Weber sieht sich mit dem vor zwei Jahren begonnenen Optimierungsprogramm auf einem guten Weg. Für das Geschäftsjahr 2003/04 erwartet er wachsende Umsätze "auf mehr als 350 Millionen Euro". Besonders von dem preisaggressiven Sublabel "G.W." erwartet sich Weber Zuwächse. Im Spätsommer wird der erste Gerry Weber Duft auf den Markt kommen.

 

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