Die britische Kaufhausgruppe Harvey Nichols macht sich für einen weiteren Gang zum Obersten Gerichtshof von England und Wales breit, um Pelzgegner daran zu hindern, in ihren Geschäften zu protestieren.

Die Kaufhausgruppe hatte bereits zuvor rechtliche Schritte eingeleitet, um Pelzgegner daran zu hindern, sich ihren Geschäften auf mehr als 50 Meter zu nähern. Dieser Schritt wurde jedoch von der Anti-Pelz-Organisation "Heartless Harvey Nichols" (HHN) angefochten.

HHN wird auch gegen diese einstweilige Verfügung kämpfen, die es als "Einschüchterungsversuch" bezeichnet, und besonders gegen die 10-Meter-Zone, die derzeit um alle Harvey Nichols-Geschäfte in England besteht.

“Die bestehende Verfügung ist eine Einschüchterungstaktik und soll jegliche Opposition gegen den Verkauf von Pelz bei Harvey Nichols unterdrücken. Das Unternehmen sollte ihre Anstrengungen lieber darauf richten, sich die Bedenken der Öffentlichkeit zur Behandlung von Tieren anzuhören, statt sie zum Schweigen bringen zu wollen,” kommentierte HNN-Sprecher Luke Steele.

Der Streit ist nur eine Woche vor einem geplanten Protest der Pelzgegner vor Harvey Nichols’ Knightsbridge-Flagshipstore in London wieder aufgeflammt. Auch die Tierschutzsorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) hat die Kaufhausgruppe zum Ziel ihrer letzten Kampagne gemacht, die die Tierquälerei hinter Pelz aus "garantiertem Ursprung" aufdeckt, den Harvey Nichols verkauft.

Peta hofft, dass Harvey Nichols zu seiner Null-Pelz-Politik zurückkehrt, die seit zehn Jahren bestanden hat. "Das Label 'Origin Assured' hat keinen anderen Zweck, als Leuten, die Pelz kaufen, das Gewissen dafür zu erleichtern, dass sie eine der grausamsten Branchen unterstützen”, sagte Peta-Direktorin Mimi Bekhechi. “Peta fordert Harvey Nichols auf, aufzuhören, seine Kunden irrezuführen und seine Null-Pelz-Politik wieder einzuführen - und zwar dauerhaft.”

 

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