Nach Jahren der nachträglichen Senkung zuvor abgegebener, zu optimistischer Wachstums- und Konsumprognosen scheint nun die Zeit des nach Oben Korrigierens gekommen zu sein. Nicht nur Unternehmen und Arbeitsagenturen schrauben ihre eigenen Erwartungen im Nachhinein ins Positive, auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat nun ihre Wachstumsprognose für den privaten Verbrauch deutlich angehoben. Statt wie zuerst kommuniziert um 0,5 Prozent, liegt die Prognose nun mit einem Prozent doppelt so hoch.

So verzeichnen die Konjunkturerwartungen im Mai Marion Eisenblätter erneut einen historischen Höchststand. Auch die Einkommensaussichten konnten deutlich zulegen. Selbst die Anschaffungsneigung, die sich zu Beginn des Jahres noch sehr verhalten präsentierte, weist einen moderaten Anstieg auf. So prognostiziert das Konsumklima nach revidiert 5,7 Punkten im Mai einen Wert von 7,3 Punkten für den Monat Juni. Vor dem Hintergrund der deutlich besseren Rahmenbedingungen für den privaten Verbrauch revidiert die GfK ihre ursprüngliche Wachstumsprognose für dieses Jahr also von 0,5 auf ein Prozent.

Positiv gestimmte Unternehmen, sichtbare Erfolge auf dem Arbeitsmarkt sowie wieder deutlich steigende Löhne und Gehälter sorgten dafür, dass die Konjunkturaussichten überaus euphorisch eingeschätzt werden, so die GfK. Des weiteren seien auch die Einkommenserwartungen so hoch, wie sie es zuletzt im Frühjahr 2001 gewesen sind. Die Anschaffungsneigung profitiere davon mit dem dritten Anstieg in Folge moderat.

 

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