Die auf Fasern Textil spezialisierte Lenzing AG mit Sitz im österreichischen Vöcklabruck konnte im ersten Halbjahr 2006 ordentliche Wachtumserfolge verbuchen. Das zweite Quartal 2006 brachte eigenen Angaben zufolge sogar "eines der besten Quartalsergebnisse der Unternehmensgeschichte". So stieg der konsolidierte Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,9 Prozent auf 533,5 Millionen Euro (nach 464,4 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr lag mit 50,4 Millionen Euro (nach 50,2 Millionen Euro) auf Vorjahresniveau. Das EBIT des zweiten Quartals 2006 zeigte gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um satte 21,0 Prozent auf 27,6 Millionen Euro (nach 22,8 Millionen Euro). Das Finanzergebnis sieht jedoch nicht mehr ganz so rosig aus und verschlechterte sich auf minus 6,4 Millionen Euro (nach plus 1,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2005). Das Halbjahres-Ergebnis vor Steuern lag daher mit 44,0 Millionen Euro um 14,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 51,3 Millionen. Schlechte Stimmung sucht man bei den Österreichern jedoch vergeblich, schließlich versprechen die außerordentlich guten Nachfragen aus Asien auch in Zukunft glänzende Geschäfte mit der Textilfaser.

Erfreuliche Wachstumsraten konnte das Unternehmen auch am Markt für Heimtextilien erreicht. Im Geschäftsfeld Nonwovens attestiert der Chemiekonzern eine gute Mengennachfrage, ist jedoch mit der Preisentwicklung unzufrieden. Enorme Preisanstiege bei den Rohstoffen schmälern trotz gestiegener Nachfrage die Gewinnmargen des Unternehmens und gestalten eine fundierte Zukunftsprognose eher schwierig. Der nicht unerhebliche Margendruck muss die Lenzing AG eigenen Angaben zufolge im zweiten Halbjahr durch weitere Kosteneinsparungen sowie Effizienzsteigerungen kompensieren.

 

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