Opulent, exzentrisch und ironisch - Die Prada-Frau schert sich im Herbst/Winter 2016/17 nicht um modische Konventionen. Die am Donnerstagabend vorgestellte Kollektion war wieder einmal der erwartete Höhepunkt der noch bis einschließlich bis Montag laufenden Mailänder Designerdefilees.

Miuccia Pradas Mode ist nie banal, es gibt fast immer eine zweite Ebene, manches Detail entgeht dem Blick auf die vorbeilaufenden Models. Die Designerin spielt mit den Elementen, positioniert sie manchmal an Stellen, wo man sie nicht erwartet und zeigt, dass sie auch die große Theatralik beherrscht. Es gab keine Hosen in der Show, stattdessen ausschließlich gemusterte Strumpfhosen. Über der Jacke wird eine Korsagenschnürung getragen, darüber manchmal ein weitere Gürtel, an dem verschiedene Charms baumeln, etwa kleine Taschen. Manchmal findet man dieses Accessoire aber auch um den Hals gelegt. Es gibt überdimensionierte Kapuzen und kecke Matrosen-Kappen. Süffiger Brokat wird hin und wieder von bedruckten Stoffen unterbrochen. Pelzeinsätze machen die Arme wuchtig und halten Säume in Form.

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Stets ein Spektakel sind auch die Pelzmäntel und -jacken von Fendi. Eingefärbt in poppigen Querstreifen oder dekoriert mit Blüten und Ranken werden sie auch im Herbst/Winter 2016/17 die Blicke auf sich ziehen. Die von Karl Lagerfeld und Silvia Venturini Fendi entworfene Kollektion spart nicht an stofflicher Fülle, Länge und Weite. Sein Fundament findet das Volumen auf Schuhen - bis hin zu Overknee-Stiefeln - deren kunstvoller Schaft einen wuchtigen Fuß macht. Während über manchem dunklen Outfit ein Hauch von Melancholie liegt, hellen Rüschen an anderer Stelle die Stimmung wieder auf. (DPA)


 

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