Am liebsten würde Giorgio Armani wohl seine gesamte Umwelt neu gestalten: Nach Mode, Möbeln und etlichen Haushaltswaren sind jetzt Autos an der Reihe.

Pünktlich zur Mailänder Modewoche (27.9 bis 5.10) präsentierte der italienische Modedesigner einen Mercedes CLK, dessen Ausstattung er entwarf. Das Cabrio ist in den typischen Armanifarben gehalten - grau und sandfarben. Für die Bezüge wählte Armani ein Leder, das in den 40- und 50er Jahren sehr beliebt war, heute aber nur noch sehr selten verwendet wird. Die Speziallackierung ist so matt, das man sich, laut Armani, darin nicht spiegeln könne.

"Für mich war es sehr interessant, die Ähnlichkeiten zwischen unseren Design-Philosophien und unseren Arbeitsansätzen zu entdecken", sagte der Modeschöpfer, der am Dienstag seine Kollektion für Frühjahr/Sommer 04 vorstellte. Er ist sich sicher, dass dies nicht die letzte Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz sein werde. Die Idee zur Design-Kooperation entstand durch die Armani-Retrospektive, die nach dem New Yorker Guggenheim-Museum zuletzt in der Berliner Nationalgalerie Station machte. Mercedes-Benz ist der Hauptsponsor der Wanderausstellung, die ab 18. Oktober in der Royal Academy of Arts in London zu sehen sein wird.

Zu den Höhepunkte der Mailänder Modewoche zählte die Prada-Schau. Die umjubelte Kollektion war romantisch und feminin und dabei ganz unbeschwert. Auch der Designerin Miucca Prada dienten die 50er Jahre als Inspirationsquelle: Caprihosen, weit ausgestellte Röcke, leichte Sommerkleider mit heiteren Drucken belegen dies. Heute steht Gucci als Highlight auf dem Programm.

Mit großer Spannung wartet die Modewelt auf die Rückkehr der Designerin Jil Sander ins Rampenlicht. Morgen wird die Hamburgerin ihre erste Damenkollektion seit drei Jahren zeigen. Erst seit Mai ist Jil Sander wieder in dem von ihr gegründeten Unternehmen tätig.

Mit Aigner und Strenesse Gabriele Strehle sind zwei weitere deutsche Modeunternehmen in Mailland vertreten.

 

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