Giorgio Armani hat mächtig vorgelegt: Nicht klassisch schön und simpel elegant, nein vielschichtig und fast übermütig, so überraschte der Altmeister der italienischen Designermode mit seinem Defilee am Dienstag und stimmte das Modevolk optimistisch, was die Mode in nächster Zukunft noch so an Überraschungen bereit halten wird. Seine Entwürfe reichten von schwarzen, fast bodenlangen Mänteln über Blümchenkleider bis hin zu Röcken mit verspielten Volants. Die Schau hatte Armani mit dem Wort "eccentric" überschrieben - und die Kritiker konnten da nur zustimmen.

Prada schafft das fast Unmögliche - wieder einmal: Sie erschafft sich auch in dieser Saison neu. Inspiriert vom Maler der Romantik, Caspar David Friedrich, und Videospielen. Diese Elemente vermischte Miuccia Prada gekonnt, und so wirkten die Drucke auf Röcken, Kleidern und Mänteln gleichzeitig modern und versponnen: Pelzverbrämungen, Bordüren und Muster, wie man sie auf alten Brokatgardinen findet, dazu Anhänger, die an den Taschen baumelten. Sie ähnelten Videospielfiguren wie Pac-man. So kreierte sie eine dramatische, aber immer konzentrierte Kollektion mit schmalen Mantelkleidern, Tweedjacketts und Strickjacken, die Taille mit einem Gürtel betonend. Die Schnitte waren oft unverkennbar den 40er-Jahren entlehnt. Für Suzy Menkes, die Redakteurin der Herald Tribune war die Schau dann schlicht und ergreifend: "prada's victory parade".

 

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