Felix Baumgartner flog schneller als ein Flugzeug. Axel Thallemer zeigte Strukturen, die sich an der Natur anlehnen. Topi Lintukangas speicherte die Gedanken eines Topathleten in einer Armbanduhr. Ernesto Bello praesentierte intelligente Urban Wear, die er in seiner Küche herstellt. Fritz Frenkler sprach über die Herstellung schnellerer Prototypen und besserer Produkte. Ed Boyd erklärte, wie Lance Armstrong digitale Produkte nutzt, um seine radsportlerische Leistung zu optimieren.

Diese und andere Sprecher waren für die energiegeladene Atmosphäre beim zweiten Volvo SportsDesign Forum verantwortlich, das am Samstag im ICM stattfand. Mehr als 400 Besucher kamen für das zehnstündige Forum zusammen, das von Messe München CEO Manfred Wutzlhofer und Keynote-Redner Henrik Otto von Volvo eröffnet wurde. Beendet wurde die Veranstaltung von Ed Boyd von Nike und einer Podiumsdiskussion, moderiert von Barbara Kennington von WGSN.

"Die erste Entscheidung ein Produkt zu kaufen, ist ein emotioneller Impuls. Und dann muss das Produkt auch funktionieren," so Otto. "Darum liegt die Herausforderung guten Designs darin, ein funktionelles Produkt zu kreieren, das Leute tragen wollen; es soll aller Welt zeigen, wer sie sind und gleichzeitig sehr funktionell sein."

Und Chef des Berliner Raums, Ernesto Bello, fügte hinzu: "Style ist für mich nicht eine Frage des Aussehens, sondern es liegt an der Persönlichkeit. Es kommt ganz darauf an, in welcher Situation das Kleidungsstuck getragen wird." Weitere Highlights:

* Christoph Boninger von Designafairs sagte, man müsse über Standardproduktion hinausdenken und echte Lebenserfahrungen in Produkte einfließen lassen. * Nicola Stattman zeigte Design-Prototypen für die Zukunft, wie Miniaturisierung, integrierte Intelligenz und selbstreparierende Polymere. * Joachim Schirrmacher stellte "Aktive Mode" vor. "Während sich Sport auf Funktion konzentriert, ist Style der Fokus der Mode. Meiner Meinung nach sind diese beiden Welten nicht miteinander verbunden." * Scott Champion von der neuseeländischen Merino Company und Dana McCauley von DuPont diskutierten über Natur- versus High-Tech-Textilien. "Ich glaube, dass die hochfunktionellen Sportprodukte mit hohem Mischfaserwert hergestellt sein werden," sagte Champion. * Bei der ersten Podiumsdiskussion, moderiert von Elke Dieterich, ging es um ein wichtiges Thema: Die Beratungskompetenz von Verkäufern, mit dem Kunden ein Produkt zu besprechen. McCauley sagte: "Wir suchen immer nach Wegen, Fachhändlern zu helfen, damit sie die Expertise haben, um diese Fragen richtig zu beantworten." * Felix Baumgartner sprach über Extreme Base Jumping mit Carbon-Composite Wings und Fallschirmen, während ein Video seinen Wettflug mit einem Flugzeug und andere, gefährliche Jumps zeigte. "Wie ein Vogel zu fliegen, ist der älteste Traum der Menschheit," sagte er dazu. * Graham Harvey von SP Systems diskutierte über leichte Verbundkunststoffe, die im Yachtrennsport verwendet werden, so wie auch im Volvo Around the World Race. "Es ist ganz egal, mit was man sich beschäftigt, man muss immer das Material im Vordergrund des Designs halten," sagte er. * Axel Thallemer von Festo zeigte funktionelle Produkte-unter anderem einen Heißluftballon, der auf dem Kopf fliegen kann - deren Design Insekten, Quallen, Regentropfen, Pilzen, und andere biologische Strukturen zur Grundlage hat. * Topi Lintukangas von Suunto sagte über seine Wrist-Top-Lösungen: "Unser Hauptmaterial ist Information, und die Art, wie wir dieses Material dem Benutzer präsentieren können," sagte er. * Fritz Frenkler von f/p Design GmbH gab einen erstaunlichen Kommentar von sich: "Die Zukunft von Produktqualität liegt darin, Produkte langsamer herzustellen, und den Rapid-Prototype-Prozess zu nutzen, um Fehler zu vermeiden." * Ed Boyd von Nike kommentierte ueber Design, Technologie und Sportler: "Was früher unmöglich war, ist nun möglich, und unsere Sportler wollen es haben."

 

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