Rushemy Botter und Lisi Herrebrugh werden Kreativdirektoren von Nina Ricci

PARIS - Rushemy Botter und Lisi Herrebrugh, vom jungen niederländische Designerduo Botter, sind als die neuen künstlerischen Leiter für Mode des Modehauses Nina Ricci ernannt worden.

Das Designerpaar gewann im April letzten Jahres beim Festival in Hyères den Première Vision Grand Prize. Es nun zur kreativen Leitung einer Traditionsmarke zu machen, ist ein mutiger Schritt des spanischen Mode- und Parfümunternehmens Puig, zu dem neben Nina Ricci auch Dries van Noten, Paco Rabanne, Carolina Herrera und Jean Paul Gaultier gehören. Laut José Manuel Albesa, Präsident von Puig, sollen Botter und Herrebrugh der Marke einen zeitgemäßen, von Weiblichkeit und Tradition geprägten Look verleihen, ihm aber auch „eine große Portion Coolness“ mit auf den Weg geben.

Die erste Kollektion für das Haus soll in der Pre-Fall-Saison 2019 präsentiert werden. Dann wird die Herbstkollektion 2019 im März auf dem offiziellen Kalender der Pariser Fashion Week zu sehen sein.

„Wir haben jemanden gesucht, der einzigartig ist“, sagte Albesa im Interview mit WWD. „Sie machten einige Skizzen, um ihre Vision für die Marke zu demonstrieren, und ich war wirklich erstaunt, denn es war keine Evolution, es war eine Revolution.“

Rushemy Botter und Lisi Herrebrugh werden Kreativdirektoren von Nina Ricci

Im September soll das Duo mit der Marke Botter von Antwerpen nach Paris umziehen. Die Nominierung der jungen Designer sei Teil des Plans von Puig, ein neues Geschäftsmodell für seine Modehäuser zu entwickeln, so Albesa. „Wir sehen, dass heute das klassische Modell veraltet ist. Vieles ändert sich heute, nicht nur wegen der Millennials und der digitalen Beschleunigung, sondern ganz allgemein. Der Verbraucher sucht heute nicht mehr dasselbe wie damals, als wir in der Mode angefangen haben", sagte er.

Die Ernennung von Botter und Herrebrugh folgt auf das Ausscheiden des Kreativdirektors Guillaume Henry nach drei Jahren bei Nina Ricci. Einige Anläufe, das Haus wieder ganz nach vorne zu bringen, gab es schon. Designer wie Peter Copping, Nathalie Gervais, Massimo Giussani, James Aguiar, Lars Nilsson und Olivier Theyskens sollten die Dinge zuvor richten. Bisher war nicht die richtige Lösung dabei. „Wir waren vielleicht zu schüchtern mit Nina Ricci“, sagt Albesa. „Es braucht eine neue, frische Vision dessen, was heute Pariser Mode ist, was heute Poesie ist, was heute Weiblichkeit ist. Es muss wirklich die Jahrtausendwende einfangen.“

Parallel zu den Entwicklungen bei Nina Ricci plant Puig den weiteren Ausbau des im Juni erworbenen Labels Dries Van Noten und ist auf der Suche nach weiteren Akquisitionen.

Foto: Nina Ricci Herbst/Winter 2018 Kollection Credit: © Catwalkpictures.com | Rushemy Botter & Lisi Herrebrugh Hyeres 2018 © Catwalkpictures.com

 

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