In der Berliner Galerie OONA präsentiert Christian Hoedl zurzeit eine Kollektion von Schmuck, die sich nah an der Avantgarde- und Sportmode bewegt. Hoedl verwendet für seine Arbeiten ausgesuchte, hochwertige Materialien wie Seide, Bänder und Trachtenbänder. Die grafisch strenge Umsetzung verleiht dem Schmuck Leichtigkeit und Klarheit. Und die klaren Farbkombinationen und Muster, wie Streifen, lassen Assoziationen zur Turnschuh- und Sportmode aufkommen, ebenso wie zu knautschigen Sportjacken. Dabei war der ursprüngliche Ansatz seiner Arbeit die Vertrautheit mit Tiroler Trachten: So findet sich das Schnüren, die Verwendung von Bändern, die Bedeutung von Farben und handwerkliche Sorgfalt in seinen Arbeiten auf zeitgemäße Weise wieder. Christian Hoedl ist ausgebildeter Textil-Restaurator und hat an der Akademie in München Schmuck studiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung DEBÜ wurde der Schmuck von 12 Models getragen und anschließend auf einer Art Laufsteg abgelegt. Die Zuschauer konnten so entdecken wie subtil Hoedl den Luxusgedanken von Schmuck umsetzt: Die Rückseite der Stücke ist ebenso aufwendig gearbeitet wie die Schauseite. Oft ist der farbliche Höhepunkt sogar auf der Rückseite platziert. Erst in der Bewegung offenbarte sich für einen Moment ein Stück leuchtender Seide.

 

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