Noch im Sommer schien die Bekleidungsgruppe Steilmann sich nach einem harten Umstrukturierungskurs gefestigt zu haben. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) bereits am Donnerstag berichtete, soll es um die Steilmann Gruppe sehr viel schlechter bestellt sein, als bisher angenommen. Der Umsatzrückgang werde voraussichtlich deutlich stärker ausfallen als die im Juli prognostizierten fünf Prozent, so die SZ. Seit 2001 fielen bei Steilmann allein in Deutschland 600 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer, weltweit waren es 2500 Stellen. Nun werden weitere 800 Stellen wegfallen. Rund die Hälfte der 1150 Arbeitsplätze in der Steilmann-Zentrale in Bochum-Wattenscheid sollen gestrichen werden. Außerdem schließt die Firma ihre letzte Produktionsstätte in Cottbus, die letzte verbliebene in Deutschland. Dort sind 160 Mitarbeiter betroffen. Wie die Steilmanngruppe am Montag bei einem Pressegespräch weiter bekannt gab, werden die Tochterfirmen DressMaster (Herrenkonfektion) und Nienhaus & Lotz (DOB) an die italienische Radici-Gruppe mit Sitz in Bergamo verkauft. Die Radici-Gruppe übernimmt dazu noch das Geschäft mit den Discountern und beteiligt sich an der Vertriebsgesellschaft Steilmann Osteuropa.

 

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