Im Rahmen einer Ausweitung seines Selbständigkeitsprogramms, das Flüchtlingen hilft, in Uniqlo-Geschäften Arbeit zu finden, will der japanische Modekonzern 100 weitere Flüchtlinge für seine Filialen in Japan sowie im Ausland einstellen.

Konzernchef Tadashi Yanai erklärte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Antonio Guterres, Chef des UNHCR, es sei an der Zeit, dass auch der Privatsektor sowie Privatpersonen sich an der Lösung des Flüchtlingsproblems beteiligten. Man könne nicht einfach auf Regierungen und die UNO warten.

Uniqlos Selbständigkeitsprogramm wurde 2011 ins Leben gerufen, und derzeit beschäftigt der Einzelhändler 13 Flüchtlinge in Japan, so die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun. Die bis jetzt relativ geringe Zahl liegt an der der restriktiven Aufnahmepraxis Japans. Das Land wird sich in diesem Jahr jedoch einer Rekordzahl von Asylgesuchen gegenübersehen.

Uniqlos Mutterunternehmen Fast Retailing will zudem in den nächsten drei Jahren 1,22 Milliarden Yen (9,38 Millionen Euro) an die Vereinten Nationen spenden, um die Selbständigkeitsinitiative für Flüchtlinge in Europa und auf der ganzen Welt zu unterstützen.

Außerdem hat Fast Retailing einen Lizenzvertrag mit der US-Firma für Lasertechnologie, RevoLaze, geschlossen, um laser-behandelte Kleidung weltweit herzustellen und zu verkaufen. Das Abkommen wird dem japanischen Moderiesen Zugang zu RevoLazes neuester Technologie gewähren, die entwickelt wurde, um das manuelle Sanden nach dem Abrieb per Laser überflüssig zu machen und dadurch eine nachhaltigere und produktivere Technik zu erzielen.

RevoLaze hält derzeit 31 weltweite Patente für Methoden zur Lasergravur und war erst kürzlich in einen einjährigen Rechtsstreit um eine Patentverletzung mit den Konkurrenten Jeanologia/GFT und Easy Laser verwickelt.

 

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