Wenn sich Ihr Gegenüber plötzlich die Kordel seiner Kapuze ins Ohr steckt und sagt "Lied sieben", dann trägt er eine Jacke mit integriertem MP3-Player. Was zur Zeit noch Zukunftsmusik ist, könnte bald Wirklichkeit werden. IT-Experten und Modeschöpfer arbeiten gemeinsam an so genannten Wearables, d.h. Kleidungsstücken mit integrierter Elektronik. Die MP3-Jacke wurde von Infineon und der Meisterschule für Mode in München entworfen. Das Klaus Steilmann Institut (KSI) entwickelte eine Solarjacke mit in den Schulterklappen integrierten Solarzellen. Sie versorgen einen Akku mit Energie für Handy, PDAs und andere mobile Geräte. Ein Abendkleid, das über Vibra-Pads den Rücken massiert, ist eine Kreation der italienischen Designerin Alexandra Fede. Es wird davon ausgegangen, dass die ersten Produkte - einfache Anwendungen wie die MP3-Jacke - in zwei Jahren am Markt geben wird.

Vertreter der Meisterschule für Mode in München sehen jedoch auch die alltäglichen Bedürfnisse des Konsumenten: Mechanische Beanspruchung darf nicht zu Defekten führen, Waschen und Reinigen muss möglich sein. Und der Zusatznutzen darf den Preis des Kleidungsstücks nicht wesentlich beeinflussen. Für die Modebranche sind die Wearables damit Chance und Herausforderung zugleich.

 

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