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Michael Kors wechselt den Finanzchef

Dem US-amerikanischen Modekonzern Michael Kors Holdings Limited steht ein Wechsel in der Führungsmannschaft bevor. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, wird Joseph Parsons, der seit 2004 als Chief Financial Officer und Chief Operating Officer eine Schlüsselrolle im Tagesgeschäft spielt, am 1. August zurücktreten. Ein Nachfolger wurde bereits gefunden. Thomas Edwards soll nach Parsons Abschied beide Posten übernehmen.

Edwards verfügt über langjährige Erfahrungen im Finanzmanagement, allerdings nicht in der Modeindustrie. Bisher war er vor allem in der Gastronomie-, Hotel- und Konsumgüterbranche tätig. Derzeit ist er als CFO beim Gaststättenkonzern Brinker International tätig, zuvor hatte er diese Position bei der Wyndham Hotel Group bekleidet.

John Idol, Chairman und CEO von Michael Kors, rühmte den designierten Finanzchef als „bewährte Führungskraft“. Edwards werde dazu beitragen, die Wachstumsziele und operativen Pläne des Modehauses umzusetzen.

Foto: Michael Kors
Sportalm erweitert Geschäftsleitung

Der österreichische Outdoor-Fabrikant Sportalm erweitert sein Führungsteam gleich um zwei neue Mitglieder. Wie das Unternehmen bekanntgibt, ist Kristin Versümer als neue Kristin CDO verpflichtet worden. Sie soll künftig in Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern Wilhelm und Ulli Ehrlich die Bereiche E-Commerce, Marketing, Verkauf und Expansion verantworten. Versümer kommt von dem Berliner Online-Shopping-Club Brands4Friends, wo sie als Head of Sales and Sourcing beschäftigt war.

Gleichzeitig übernimmt Randolf I. C. Brugger die Gesamtleitung Einkauf für Stoffe und Zubehör. Auch er gilt als erfahrener Branchenkenner, der über zehn Jahre Berufserfahrung im Bereich Procurement/Einkauf verfügt - unter anderem als Leiter Einkauf bei der Hauber Gruppe sowie als Head of Procurement bei Escada SE.

Mit den beiden Neuverpflichtungen sieht Seniorchef Wilhelm Ehrlich sein Unternehmen „für die weitere Expansion sowie die voranschreitende Digitalisierung sehr gut aufgestellt“.

Foto: Sportalm

Ecco verpflichtet neuen Key Account für Deutschland

Der Schuhhersteller Ecco hat Christian Ast als neuen Key Account Manager für den deutschen Markt verpflichtet. Ast, der zuvor beim Konkurrenten Timberland in gleicher Position beschäftigt war, soll den zum Monatsende aus dem Unternehmen ausscheidenden Ralf Stegemann ersetzen.

Wichtigste Aufgabe Asts sei es, „mit Beginn der Sell-in Phase SS18 eine Optimierung hinsichtlich der Struktur vorzunehmen, so dass künftig alle Aktivitäten im Bereich Sales für die Segmente Ladies und Men gebündelt werden“, so das Unternehmen. Zudem soll Ast gemeinsam mit Iris Kleinert, ebenfalls Key Account Manager bei Ecco Germany, die deutschen Key Accounts betreuen.

Die Verantwortlichen sind sich bereits sicher: „Mit seiner langjährigen Erfahrung und Marktkenntnis wird er die neuen Unternehmensziele von Ecco optimal unterstützen.“

Foto: Christian Ast / Ecco

Adler: Vorstandschef Schäfer geht

Der Bekleidungshändler Adler Modemärkte AG muss sich auf die Suche nach einem neuen Chef machen. Am Montag gab das Unternehmen in einer Ad-Hoc-Mitteilung bekannt, dass der langjährige Vorstandsvorsitzende Lothar Schäfer Ende April aus der Gesellschaft ausscheiden wird. Der Abschied sei „einvernehmlich“ beschlossen worden, Schäfer gehe, um „neue berufliche Ziele zu verfolgen“, heißt es in der Meldung. Ein Nachfolger für den scheidenden Topmanager, der das Unternehmen seit 2009 führt, steht derzeit noch nicht fest.

Gleichzeitig verkündete Adler die Berufung eines neuen Vorstandsmitglieds: Andrew Thorndike wird ab dem 1. Mai den Posten des Chief Operating Officer übernehmen. Auf ihn kommt gleich noch größere Verantwortung zu: Zusammen mit dem Vorstandskollegen Karsten Odemann, der die Bereiche Finanzen, Controlling, Revision, Personal, Recht, IT, Logistik, Technischer Einkauf und Investor Relations verantwortet, soll er das Unternehmen übergangsweise führen, bis ein neuer Chef gefunden ist.

Foto: Adler Modemärkte AG
Jil Sander bestätigt Luke und Lucie Meier als neues Kreativteam

Erst Mitte letzten Monats hatte das Mailänder Modehaus Jil Sander den Weggang seines Kreativdirektors Rodolfo Paglialunga bestätigt. Jetzt gab es dessen Nachfolger bekannt: Das Ehepaar Lucie und Luke Meier werden sich die kreative Spitze teilen. Beide wurden seit einer Weile als mögliche Nachfolger gehandelt.

Sowohl Lucie als auch Luke Meier haben langjährige Erfahrungen in der Modebranche; zusammengearbeitet beziehungsweise sich eine Position geteilt haben sie aber bis jetzt noch nicht: „Seite an Seite hier arbeiten zu können macht aus dieser Möglichkeit für uns etwas ganz Besonderes“, kommentierte das Ehepaar.

Auf Jil Sander freut sich Lucie Meier besonders, da sie früheste Erinnerungen aus der Kindheit an die Marke hat: „Meine Mutter ist ein großer Jil Sander-Fan. Ich bin damit großgeworden. Wenn sich meine Mutter super schick gekleidet hat, dann in Jil Sander. Ich war fasziniert vom Einfluss der Kleidung auf ihren Ausdruck“, erinnert sich die in der Schweiz aufgewachsene Designerin.

Lucie und Luke Meier bündeln Erfahrungen bei Jil Sander

Lucie Meier war zuletzt Chefdesignerin bei Christian Dior für Haute Couture- und Ready-to-wear-Kollektionen und davor von April 2012 bis Mai 2014 Designchefin für die Show-Kollektionen von Balenciaga. Davor war sie vier Jahre lang als Designerin des Marc Jacobs' Designteams bei Louis Vuitton für den Ready-to-wear-Bereich verantwortlich.

Luke Meier ist als Gründer und Designer des Männermodelabels OAMC bekannt, das sich vom Streetstyle inspirieren lässt. Zuvor arbeitete der gebürtige Kanadier als Kreativdirektor bei der Skate-Marke Supreme, zu der er bereits Ende der 90er Jahre stieß. Luke und Lucie Meier lernten sich während ihrer Studienzeit an der Modeschule Polimoda in Florenz kennen.

Bei Dior werden die beiden Designer für die Damen- und Herrenlinie des Luxuslabels verantwortlich sein und erste Kreationen bei der Präsentation der Vorkollektionen im Juni vorstellen. "Die beiden haben eine Vision, die modern und in sich geschlossen ist, und immer in Verbindung mit dem steht, was gerade relevant ist", kommentierte Jil Sander-Geschäftsführerin Alessandra Bettari.

Mit der Wahl eines Kreativduos, das aus den unterschiedlichen Bereichen Haute Couture und Streetwear kommt, zeigt Jil Sander, dass die Marke den Streetwear-Einfluss auf den Luxusmodemarkt weiter verfolgt. Die erste Kollektion von Lucie und Luke Meier für Jill Sander steht im September dieses Jahres auf dem Programm, wenn das Designduo seine erste Kollektion in Mailand für Frühjahr/Sommer 2018-Saison vorstellt.

Foto: Jil Sander PR

Chefwechsel beim Kölner Warenhauskonzern Galeria Kaufhof. Der Belgier Olivier Van den Bossche verlässt Ende April nach nur zweieinhalb Jahren an der Kaufhof-Spitze das 2015 von der kanadischen Kette Hudson's Bay Company (HBC) übernommene Unternehmen. Das teilte HBC am Donnerstag mit. Neuer Europachef von HBC und damit auch Chef von Kaufhof wird der frühere Europachef des Spielwarenhändlers Toys R Us, Wolfang Link.

Kaufhof kämpft in Deutschland mit Umsatzrückgängen. Das Branchenblatt «Textilwirtschaft» berichtete kürzlich, hinter den Kulissen tobe «ein knallharter Machtkampf» zwischen den Top-Managern von HBC und der Geschäftsführung in Deutschland.

HBC-Chef Jerry Storch betonte jedoch am Donnerstag im Gespräch mit dem Branchenfachblatt, der Abgang von Van den Bossche habe «nichts mit den Ergebnissen zu tun». Er dankte dem Belgier für die geleistete Arbeit.

Storch sagte, mit der Einführung zweier neuer Marken in Europa - der Outlet-Kette Saks off 5th in Deutschland und Hudsons's Bay in den Niederlanden - beginne für den Konzern eine neue Phase der Weiterentwicklung des europäischen Geschäfts. Ausschlaggebend für die Wahl von Link sei gewesen, dass er eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz im Einzelhandel in Deutschland und in Europa sei. Allerdings verfügt der Manager vor allem über Erfahrung im Geschäft mit Spielzeug und Elektronik, nicht so sehr im für das Warenhausgeschäft besonders wichtigen Textilgeschäft. (DPA)

Benetton Group: CEO Marco Airoldi geht

CEO Marco Airoldi wird die italienische Benetton Group verlassen, das hat das Unternehmen gerade bekannt gegeben. Die Entscheidung sei gestern auf der Vorstandssitzung getroffen worden. Bis Mitte Mai muss Airoldi seinen Posten räumen. Er war seit 2013 im Unternehmen, erst als Berater und dann als CEO. Seine Aufgabe war die Restrukturierung der Gruppe und der Ausbau der Marken.

Als Chief Operating Officer (COO) wird Tommaso Bruso der neue starke Mann im Unternehmen – neben Präsident Francesco Gori. Bruso hat schon zuvor für die Benetton Gruppe gearbeitet, zuerst in Italien und dann in den USA. Dort war er u.a. CEO für Nordamerika für Marken wie Fedon, Furla und Diesel. Für Diesel war er zuletzt tätig.

Erst im März hat es personelle Neuerungen im Vorstand gegeben: James McArthur wurde in den Vorstand berufen. Der Retailexperte im Luxusgüterbereich folgte auf Alessandro Benetton, der Ende 2016 den Vorstand der Gruppe verlassen hatte.

Foto: Marco Airoldi / Benetton Group

CEO von Talbot Runhof wechselt zu MCM

Eric Erhardt kehrt vom Modehaus Talbot Runhof zum Lederwarenspezialisten MCM zurück. Am Dienstag verkündete das Unternehmen, dass Erhardt mit sofortiger Wirkung zum Präsidenten für die Region EMEA ernannt wurde. Er leitet damit künftig die Geschäfte des Labels in Europa und dem Nahen Osten.

„Um die Gewinne maßgeblich voranzubringen, zeichnet er sich sowohl für die direkten Einzelhandels- als auch die Partnerunternehmen verantwortlich“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Erhardt verfüge über „hervorragende Fachkenntnis im Luxus-Einzelhandel“ und soll bei MCM nun die Bereiche „Business Development, Marketing, Vertrieb, Merchandising und Organisationsentwicklung weiter ausbauen“.

Bei MCM ist Erhardt kein Unbekannter: Von 2006 bis 2010 war er dort bereits als Commercial Director tätig gewesen. Danach wechselte er zum Modehaus Talbot Runhof, das er mehr als sechs Jahre lang als CEO leitete.

Foto: MCM
Chefdesignerin Jenna Lyons verlässt J.Crew

Beim US-amerikanischen Bekleidungsunternehmen J.Crew geht eine Ära zu Ende. Designerin Jenna Lyons, die den Stil der Marke über Jahre prägte, wird ihren Posten als President und Executive Creative Director aufgeben. Wie J.Crew am Montag mitteilte, wird sie dem Unternehmen noch bis zum Ende ihres laufenden Vertrages im kommenden Dezember als Kreativberaterin zur Seite stehen.

Lyons verbrachte ihre gesamte Karriere bei J.Crew. Nach ihrem Studium an der New Yorker Modeschule Parsons trat sie vor 26 Jahren in das Unternehmen ein und bekleidete in den folgenden Jahren verschiedene Designerposten. 2012 wurde sie zum President und Executive Creative Director befördert und war seither für die Kollektionen und den gesamten Auftritt der Marke verantwortlich. Nach Lyons Abschied soll ihr bisheriger Posten nicht wieder besetzt werden. Die Aufgabengebiete würden unter den Mitgliedern des bestehenden Führungsteams aufgeteilt, erklärte J.Crew.

Eine prägende Rolle im Kreativteam des Unternehmens wird künftig Somsack Sikhounmuong spielen. Er wurde mit sofortiger Wirkung zum Chief Design Officer befördert und wird nun direkt an CEO Millard Drexler berichten. Sikhounmuong war zuletzt als Head of Women's Design für die Damenkollektionen zuständig gewesen, nun wird er die Designteams für Herren- und Damenmode sowie der Kidswearlinie Crewcuts leiten.

Foto: J.Crew
Führungswechsel bei Balmain: Piombini folgt auf Diemoz

Das französische Luxusmodehaus Balmain hat einen neuen Chef. Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass Massimo Piombini mit sofortiger Wirkung auf den Posten des CEO berufen wurde. Er trat die Nachfolge von Emmanuel Diemoz an.

Piombini hatte war seit 2008 als Worldwide Commercial Director beim Modehaus Valentino beschäftigt, das wie Balmain dem in Katar beheimateten Investmentunternehmen Mayhoola gehört. Zuvor hatte er bereits andere Führungsposten in der Luxusgüterbranche bekleidet. Zudem saß er bereits im Aufsichtsrat von Balmain.

„Ich freue mich, ein Mitglied des Balmain-Teams zu werden“, erklärte Piombini in einer Mitteilung. Das Modehaus sei dabei, zu einer der „weltweit führenden“ Marken in der Luxusgüterbranche zu werden. Piombini lobte vor allem den Chefdesigner Olivier Rousteing, der seit 2011 als Creative Director für die Kollektionen zuständig ist und maßgeblich zu einer erfolgreichen Verjüngung der Marke beigetragen hat. Rousteing habe „eine bemerkenswerte Leidenschaft innerhalb des Modehauses entfacht“, für die Schaffung „einer einzigartigen, wiedererkennbaren Stimmung und Silhouette“ gesorgt und gleichzeitig immer darauf Wert gelegt, „die Bedürfnisse und Wünsche einer neuen, vielfältigen Generation zu berücksichtigen“, so Piombini.

Chefdesigner Rousteing erklärte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen CEO: „Es sind aufregende Zeiten für Balmain“, sagte er. „Mit der Ankunft von Massimo verfügt das Haus nun über alle Elemente, um die Abenteuer und Herausforderungen zu bestehen, die auf uns warten.“

Foto: Balmain