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Burberry: Führungswechsel erst im Juli

Der britische Modekonzern Burberry plc. kann seinen lange geplanten Führungswechsel erst in knapp einem halben Jahr vollziehen. Im vergangenen Juli hatte das Unternehmen verkündet, dass Marco Gobbetti neuer CEO werden solle. Doch vertragliche Verpflichtungen gegenüber seinem aktuellen Arbeitgeber verhinderten bisher, dass der Chef des Modehauses Céline den Posten bei Burberry antreten konnte. Am Montag präzisierten die Briten nun den Zeitplan für den Führungswechsel.

Demnach wird Gobbetti am 27. Januar bei Burberry anfangen – aber noch nicht als CEO. Bis zum 4. Juli wird er erst einmal als Executive Chairman, Asia Pacific and Middle East, fungieren. Den Chefsessel des Konzerns soll Gobbetti dann am 5. Juli übernehmen. zu diesem Zeitpunkt erhält er auch einen Sitz im Board of Directors.

Damit wird Chefdesigner Christopher Bailey noch fast ein halbes Jahr lang das Unternehmen leiten. Am 5. Juli wird er sich dann wie geplant auf den Posten des President und Chief Creative Officer zurückziehen und Gobbetti die Geschäftsführung überlassen.

Foto: Burberry
Geox wechselt den CEO

Der italienischen Schuhanbieter Geox SpA hat einen überraschenden Führungswechsel verkündet. Ende vergangener Woche ernannte das Unternehmen aus Biadene di Montebelluna Gregorio Borgo mit sofortiger Wirkung zum CEO. Sein Vorgänger Giorgio Presca hatte das Unternehmen am selben Tag verlassen. Gründe für den Abschied wurden nicht bekannt gegeben. Nach Angaben des Unternehmens erhält Presca im Rahmen der Auflösungsvereinbarung Abfindungszahlungen in Höhe von insgesamt 4,3 Millionen Euro.

Mit Borgo holte Geox seine neue Führungskraft von außen. Bis zum 31. Dezember 2016 organisierte er bei der Pirelli Group als General Manager for Operations das Reifengeschäft. In dieser Funktion war er unter anderem für die Bereiche Produktion, Zulieferung, Marketing und Vertrieb sowie für alle Marktregionen verantwortlich. Zuvor hatte er diverse Führungsposten im italienischen Hauptquartier des Konzerns sowie in Nordamerika, China und Japan bekleidet. Unter anderem war er von 2011 bis 2013 als regionaler CEO für die Geschäfte im asiatisch-pazifischen Raum verantwortlich.

Foto: Geox
Wechsel im Management bei Fjällräven

Die Fjällräven International AB organisiert das Management zur Stärkung der globalen Ausrichtung neu. Thomas Gröger, bislang Country Manager Fjällräven Deutschland, übernimmt zusätzlich die Position als International Sales und Export Manager sowie Stellvertreter von Fjällräven CEO Martin Axelhed. Als Stellvertreter steht ihm Nathan Dopp, Präsident und Sales Manager Fjällräven Nordamerika, zur Seite. John Are Lindstad, bisheriger International Sales Manager, verlässt Mitte März 2017 das Unternehmen auf eigenen Wunsch.

Das 1960 in Schweden gegründete Outdoor-Unternehmen wuchs in den letzten Jahren verstärkt auf globaler Ebene, getrieben durch die neu erschlossenen Märkte in Nordamerika und Asien. Mit der globaleren Ausrichtung steht die Marke vor neuen Herausforderungen. „Als International Sales Manager für Fjällräven hat John Are Lindstad maßgeblich dazu beigetragen die Marke in den jeweiligen Märkten zu positionieren. Seine Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen, stellt uns vor die Herausforderung, diese Lücke zu schließen“, so Martin Axelhed, CEO Fjällräven. „Für sein Engagement möchten ich mich bei John Are Lindstad bedanken und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.“

Mit der Veränderung im Management kommt den Ländermärkten Deutschland und Nordamerika mehr Gewichtung in der strategischen Ausrichtung der Marke zuteil. „Ich bin davon überzeugt, dass alle Ländermärkte des Unternehmens von dem Know How eines über die Jahre stetig gewachsenen, etablierten Marktes wie Deutschland ebenso profitieren können, wie von den Erfahrungen eines relativ neuen, schnell wachsenden Marktes, wie Nordamerika“, so Axelhed weiter.

Thomas Gröger ist seit Januar 2011 im Unternehmen und leitet als Country Manager Deutschland Fjällrävens umsatzstärksten Markt. Er wird diese Position mit der Unterstützung des deutschen Verkaufsteams auch weiterhin ausfüllen. Nathan Dopp ist seit Oktober 2012 im Unternehmen tätig und verantwortet als Präsident und Sales Manager für Nordamerika den zweitgrößten Markt des schwedischen Outdoor-Ausrüsters.

Foto: Thomas Gröger / Fjällräven

Marc Biggemann wird neuer Kreativ-Chef bei Seidensticker

Das Bielefelder Modeunternehmen Seidensticker will seine Kernmarke weiter stärken und hat dafür zum 1. Januar 2017 Marc Biggemann zum Creative Director ernannt. Biggemann, der bereits seit Juli vergangenen Jahres als Creative Consultant für Seidensticker tätig war, übernimmt damit einen der wichtigsten Posten in dem Unternehmen.

Der 46-Jährige soll künftig für die kreative Ausrichtung der Marke Seidensticker sowie für die Marketingaktivitäten der Seidensticker-Gruppe verantwortlich sein und sich vor allem auf die Weiterentwicklung sowie der Ausbau aller kreativen und markenstrategischen Prozesse konzentrieren, so das Unternehmen.

„Wir haben mit Marc Biggemann einen international erfahrenen Kreativen gewonnen, der die weitere Entwicklung der Marke Seidensticker deutlich vorantreiben und ihr Profil schärfen wird“, so Frank und Gerd Oliver Seidensticker. „Gemeinsam führen wir die Umsetzung unserer initiierten Markenstrategie konsequent fort.“

Der gebürtig aus Paris stammende Marc Biggemann verfügt über langjährige internationale Erfahrungen in der Bekleidungsbranche und war zuletzt als Head of Design für Marc O´Polo Menswear tätig. Weitere Stationen umfassten u.a die kreative Verantwortung für Cinque und Joop! Menswear.

Stefan Koenen, der das Group Marketing bislang verantwortete, habe das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu widmen, heißt es.

Foto: Marc Biggemann / Seidensticker

Führungswechsel bei Filippa K

Das schwedische Modehaus Filippa K besetzt seine Führungsposten neu. Am Mittwoch gab das in Stockholm beheimatete Unternehmen bekannt, dass Kristofer Tonström zum neuen CEO ernannt worden ist.

Er folgt auf Anna Lönnerstedt, die Filippa K seit dem Ausscheiden von Amelie Söderberg Anfang September vergangenen Jahres übergangsweise geführt hatte. Der designierte CEO soll seinen neuen Posten spätestens am 13. Februar antreten. Anna Lönnerstedt wird dann auf die Position des Range & Supply Director wechseln. Tonström hatte zuletzt den schwedischen Kosmetikkonzern Omega Pharma Nordic AB geleitet.

Auch weitere Schlüsselpositionen bei Filippa K wurden neu besetzt: So übernimmt Gründerin Filippa Knutsson am 13. Januar den Posten der Kreativdirektorin. Außerdem berief das Unternehmen Simon Griffiths zum Chairman of the Board. Er löste Eric Persson ab, der aber weiterhin als einfaches Mitglied im Aufsichtsgremium vertreten sein wird.

Foto: Filippa K
Marc Opelt ist neuer Sprecher des Versandhauses Otto

Der Führungswechsel an der Spitze der Otto Group hatte auch Folgen für das Personaltableau der Tochtergesellschaft Otto GmbH & Co KG. Weil Alexander Birken am 1. Januar zum Vorstandschef des Mutterkonzerns befördert wurde, übernahm Marc Opelt dessen bisherigen Posten als Sprecher des Versandhändlers.

Opelt ist seit 2012 Bereichsvorstand Vertrieb bei Otto. Diesen Aufgabenbereich, der neben der Weiterentwicklung des Onlineshops otto.de auch die Felder Markenführung, Vertrieb und Business Intelligence umfasst, wird er neben dem Sprecherposten auch weiterhin verantworten. Er steht damit nun an der Spitze des vierköpfigen Führungsteams des Versandhauses, zu dem auch Michael Heller (Bereichsvorstand Categories), Michael Müller-Wünsch (Technology) und Katy Roewer (Service) gehören.

„In Deutschland ist Otto eines der besten Beispiele für den Umgang mit der digitalen Transformation und dem Kulturwandel in der Wirtschaft. Ich freue mich darauf, eine der spannendsten Entwicklungsgeschichten im E-Commerce als Sprecher von Otto weitererzählen und repräsentieren zu können“, erklärte Opelt in einer Mitteilung. Ziel des Management-Teams sei es, „gemeinsam die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells weiter voranzutreiben, mit Hilfe von Technologie die Kundenzentriertheit auf ein neues Level bringen und damit auch das Bild von Otto als wandlungsfähiger Onlinehändler und attraktiver Arbeitgeber in den Köpfen der Menschen zu festigen“.

Opelt hatte seine Laufbahn 1990 beim Versandhaus Otto begonnen. Nach Stationen beim US-amerikanischen Bekleidungshändler Eddie Bauer und dem ebenfalls zur Otto Group gehörenden Versandhaus Baur kehrte er im August 2012 zu Otto zurück und übernahm den Posten des Bereichsleiters Vertrieb.

Foto: Otto (©Andra Müller-Schulz)
Modebranche verabschiedet sich von George Michael

Außer unvergesslichen Hits wie “Wake me up before you go-go“ mit Wham!, “I want your sex“, “Faith“, “Father Figure“ und natürlich “Last Christmas“, hat George Michael mit seinem unvergleichlichen Stil und provokativen Videos auch die Modebranche beeinflusst. Kein Wunder also, dass sein Tod viele berührt und die Nachrufe kein Ende nehmen wollen.

Besonders George Michaels Musikvideo zu seinem Hit “Freedom“ aus dem Jahr 1990 wird als Wendepunkt der Popkulturbewegung angesehen, da es die Modewelt mit der Musikbranche verband, sind doch mit Christy Turlington, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Naomi Campbell die fünf Top-Supermodels der Zeit zu sehen.

Dementsprechend führen diese nun auch die Trauerbekundungen in den sozialen Medien an und erinnern sich an wärmstens an die Zusammenarbeit mit dem talentierten Musiker, der am ersten Weihnachstag im Alter von nur 53 Jahren in seinem Haus in Oxfordshire, England verstarb.

Crawford schrieb auf Instagram: “Fühle mich geehrt, ein Teil von #GeorgeMichael’s #Freedom90 Video gewesen zu sein. Sein Mut hat uns alle inspiriert. Ruhe in Frieden George.“ Campbell empfand ähnlich und schrieb: “Ein zu großer Verlust. Mögest du in Frieden ruhen #GeorgeMichael, der Mann mit der Stimme eines Engels. #freedom90 war eine Ehre”, während Evangelista und Turlington der Verlust ebenfalls nahe ging und sie ihn auf den sozialen Medien zum Ausdruck brachten.

Feeling very honored to have been part of #GeorgeMichael's #Freedom90 video. His bravery inspired all of us. RIP George

A video posted by Cindy Crawford (@cindycrawford) on

Too much loss May you R .I.P GeorgeMichael the man with the Golden Angelic voice . #freedom90 was an honor

A photo posted by Naomi Campbell (@iamnaomicampbell) on

Auch Madonna erinnerte sich an ihren Kollegen und schrieb auf Twitter: “Lebe wohl mein Freund! Ein weiterer großartiger Künstler geht von uns.” Modedesignerin Donatella Versace erinnerte sich an ihren “liebsten Freund” und veröffentlichte zwei Fotos des Sängerns, unter anderem ein Schwarz-Weiß-Porträt, mit dem Kommentar: “Auf Wiedersehen mein lieber Freund. Er wartet im Himmel auf dich” als Anspielung auf ihren 1997 verstorbenen Bruder Gianni Versace, der seine Herbst/Winter-Kollektion 1991 die “Freedom-Kollektion” nannte.

Goodbye my dear friend. He is waiting for you in heaven.

A photo posted by Donatella Versace (@donatella_versace) on

Auch Starfotograf Mario Testino kommentiert, dass Michael vermisst werden wird, während Models Adriana Lima und Coco Rocha ebenfalls ihre Trauer ausdrücken. Die britische Designerin Stella McCartney verwies auf die Inspiration, die Michaels Musik für sie bedeutete: “George… du hast inspiriert, du hast den Raum ohne Entschuldigung gefüllt und meine Kindheit mit solch herrlichen Momenten … Ich bin so traurig, dass du uns verlassen hast …Ich bin stolz darauf, dich gekannt zu haben.”

Michael lebte in den letzten beiden Jahren seines Lebens eher zurückgezogen und gab der britischen Lokalzeitung „Ham & High“ im Juni 2014 sein letztes Interview. Darin erwähnte er, dass er sich seit einer schweren Lungenentzündung im Jahr zuvor gesundheitlich nicht mehr sicher fühle und hatte bereits zuvor durchblicken lassen, mit einem frühen Tod zu rechnen. Dies hat sich jetzt leider bewahrheitet.

Foto: George Michael Facebook

Im Januar tritt ein neuer Mann an die Spitze der Otto Group. Für den Hamburger Konzern ist das ein eher seltenes Ereignis. Alexander Birken muss das Unternehmen noch schneller und digitaler machen.

Der digitale Wandel hat die Handelsbranche gründlich umgekrempelt: Heute bestellen viele Kunden online statt per Katalog. Und der Paketbote ersetzt immer öfter den Gang ins Geschäft. Alexander Birken hat diesen Wandel als Manager der Otto Group mitgestaltet. Der 52-Jährige ist bisher Chefstratege des weltweit fünftgrößten Onlinehändlers. Mit Beginn des neuen Jahres übernimmt Birken den Vorstandsvorsitz des Handels- und Dienstleistungskonzerns - und er hat einiges vor sich.

Er ist Nachfolger von Hans-Otto Schrader, der nach knapp zehn Jahren in den Aufsichtsrat wechselt. Birken wird damit Chef von mehr als 50 000 Mitarbeitern weltweit. Der neue Mann an der Spitze weiß, was von ihm erwartet wird: Die Otto Group muss noch schneller, dynamischer und digitaler werden, um im Wettkampf mit Amazon und Co mithalten zu können.

Branchenkenner bescheinigen dem Versandriesen, auf einem guten Weg zu sein. «Es gibt wenige Unternehmen in Deutschland, von denen man sagen kann, dass sie die digitale Transformation so erfolgreich angegangen sind wie Otto», urteilt etwa der Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein. Ehemalige Rivalen wie Quelle oder Neckermann seien verschwunden, Otto dagegen lebe noch und habe mit Online-Shops wie Bonprix und About You auch Erfolge aufzuweisen.

Was nicht heißt, dass die Aufgabe für Birken einfach ist. «Otto hat mit Altlasten zu kämpfen, die Konkurrenten wie Amazon und Zalando nicht haben. Die meisten Mitarbeiter kommen noch aus einer Ära, in der der Begriff digital ein Fremdwort war. Otto muss sie mitnehmen», beschreibt Heinemann die Lage.

Birken kennt die Probleme. Als Bereichsvorstand für Versandhandel und Chef der Einzelgesellschaft Otto hat er schon bislang rund die Hälfte des Umsatzes der Gruppe verantwortet. Seine Gedanken drehen sich um den Kunden. «Konsumenten zu begeistern, sie abzuholen und zu loyalen Kunden zu machen, Kaufanlässe und Problemlösungen zu schaffen, in Echtzeit und intelligent - das ist unsere Aufgabe», sagte er vor einem Jahr auf einem Kongress. Intern fügte er hinzu, die Otto Group solle zu einem «Sehnsuchtsort» für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner werden.

Nach den Worten von Aufsichtsratschef Michael Otto sollen bestimmte Werte im Familienkonzern - soziales Engagement etwa - nicht angetastet werden. Dennoch drängt er. «Wir müssen den Wandel deutlich voranbringen». Das hat er dem dem neuen Chef mit auf den Weg gegeben. Birken muss also den Spagat schaffen: Otto soll seine Werte bewahren und sich dennoch radikal wandeln für die neue Handelswelt. «Kulturwandel bedeutet auch Revolution, nämlich gewohnte Verhaltensmuster zu stören und im Zweifelsfall zu zerstören, um Raum für Neues zu schaffen», sagt Birken, der auch einige Jahre in den USA gearbeitet hat.

Gegenwärtig arbeitet der Vater von vier Kindern gemeinsam mit Kollegen an einem neuen Leitbild und einer Strategie für die Otto Group, die im April von der Führungsmannschaft verabschiedet werden soll.

Der E-Commerce-Experte Heinemann geht davon aus, dass der neue Otto-Chef seine Ziele mit Augenmaß setzen wird: «Der Anspruch, so groß und mächtig zu werden wie Amazon oder Alibaba, wäre bei jedem deutschen Unternehmen überzogen. Das kann Otto als Familienunternehmen nicht schaffen. Aber Otto weiß das auch und ist erfolgreich dabei, Nischen zu besetzen, die Amazon und Co nicht bedienen können oder wollen.» Ein Beispiel: Mittlerweile verkauft das Unternehmen nicht nur Fernseher, Waschmaschinen und Tablets - es vermietet sie auch. (DPA)

Die reichsten Mode-Milliardäre: Top Ten 2016

„Ich glaube, die Mode ist dank der Globalisierung zu einem so großen Business geworden, dass wir Neuland betreten haben. Wir designen jetzt nicht mehr für ein Land, sondern für die ganze Welt“, sagte die amerikanische Modedesignerin Anna Sui in einem interview mit CNN bereits 2006. Nun, zehn Jahre später boomt das Modebusiness noch immer. Mode ist ‚big business’ und das wiederum bedeutet ‚big bucks’, viel Geld also. Aber von wie viel Geld reden wir hier?

Global betrachtet ist die Modeindustrie aktuell 3 Billionen US-Dollar wert und, so heißt es, der weltgrößte Arbeitgeber. Daher dürfte es niemanden überraschen, dass einige der reichsten Menschen der Welt ihr Vermögen mit Kleidung verdient haben. Zum Beispiel ist da der zweitreichste Mann der Welt, Amancio Ortega, der seinen bescheidenen Laden namens Zara in den letzten vier Dekaden in ein Unternehmen verwandelt hat, das viele Millionen Dollar Umsatz macht. Wer sonst noch mit auf der Liste der reichsten Modemilliardäre ist, erfahren Sie hier.

Die reichsten Mode-Milliardäre: Top Ten 2016

FashionUnited untersuchte Ende 2015 und Mitte des Jahres 2016 die Entwicklungen der Wertanlagen und Vermögen der reichsten Mode-Milliardäre der Welt. Zum Ende des Jahres nehmen wir uns diese erneut vor, um zu überprüfen, in welche Richtung sich das Modebusiness entwickelt. Die zehn Reichsten des Modebusiness folgen hier:

Die Top 10 der reichsten Modeunternehmer im Juni 2016

Die Top 10 der reichsten Modeunternehmer im Dezember 2016

Ein flüchtiger Blick auf die Listen zeigt, dass sich im Hinblick auf die Personen der ersten fünf Plätze wenig getan hat. Allerdings wurden die beiden reichsten Männer der Modebranche, Amancio Ortega und Bernard Arnault in den letzten sechs Monaten noch reicher, trotz der weitreichenden wirtschaftlichen und politischen Instabilität in der westlichen Hemisphäre, die sich in den letzten Monaten ausbreitete. Tatsächlich konnte Ortega im September ganze drei Tage lang den Titel des reichsten Mannes der Welt für sich beanspruchen, er übertraf Bill Gates’ Vermögen von 78,5 Milliarden Dollar mit etwas über 700 Millionen Dollar, bevor dieser ihn wieder überholte. Für das Vermögen Ortegas ist vor allem der Erfolg des Fast-Fashion-Giganten Zara und das einzigartige Businessmodell des Unternehmens Inditex verantwortlich, mit dessen Hilfe Kleidung innerhalb von zwei Wochen vom Design zum Laden gebracht werden kann.

Die reichsten Mode-Milliardäre: Top Ten 2016

Einige Analysten fragen sich jedoch, ob das Vermögen Ortegas in diesem Jahr womöglich seinen Höhepunkt erreicht haben könnte, da das Wachstum dessen im letzten halben Jahr relativ abflachte. Auch der Marktwert von Inditex insgesamt zeigte im selben Zeitraum eine ähnliche Entwicklung – es stagnierte zwischen 102 und106 Millionen Dollar. Im Moment ist Ortega der reichste Mann Europas und hält 59 Prozent der Anteile an Inditex. Offiziell schied er 2011 aus dem Unternehmen aus und gab das Zepter an CEO Pablo Isla weiter, blieb allerdings aktives Mitglied im Vorstand. Wenn auch der Großteil seines Vermögens bei Inditex gebunden ist, so konnte er doch durch clevere Investitionen sein Vermögen weiter mehren. Ortega reinvestiert Dividenden von Inditex in Immobilien überall in Europa und den Vereinigten Staaten.

Während sich Fast-Fashion-Unternehmen überall auf der Welt anschicken, das Businessmodell von Inditex für Zara zu kopieren, florieren Luxusunternehmen mit einem ganz anderen Ansatz trotz der rückgängigen Nachfrage in China. Ganz besonders LVMH legte weiter zu, sodass Bernard Arnaults Vermögen ebenfalls anwuchs. Verglichen mit Ortega konnte Arnault einen prozentuell höheren Zugewinn verzeichnen, die er insbesondere der Aktie des Unternehmens zu verdanken hatte. Der Marktwert von LVMH stieg von 88 Milliarden US-Dollar auf 96 Milliarden am 9. Dezember, sodass Arnaults Wert auf 40 Milliarden nach oben schoss.

Das Vermögen Bernard Arnaults ist vor allem dem Haus Christian Dior zu verdanken, an dem Arnault über LVMH eine Mehrheitsbeteiligung besitzt. Darüber hinaus hält er Aktien im Welt von mehreren Milliarden Dollar an LVMH, sowie an Hermès und Carrefour. Das Luxuskonglomerat schaffet es, die Abschwächung der Nachfrage aus Russland und China abzufedern, indem man sich auf Artikel im Einstiegspreisbereich bei Marken wie Louis Vuitton und weiterhin gut performende Teile der Gruppe wie Sephora konzentrierte. Auch verkaufte LVMH seine Anteile an Donna Karan International in diesem Jahr, ein Schritt, der zu einer besseren Bilanz verhalf.

Die reichsten Mode-Milliardäre: Top Ten 2016

Ein genauer Blick auf die zweite Jahreshälfte zeigt auch, dass sowohl Tadashi Yanai von Fast Retailing und Kerings Francois Pinault jeweils einen Platz auf der Liste gut machen konnten. Beide Unternehmen wuchsen sowohl in Sachen Marktanteil, als auch in Bekanntheit im vergangenen halben Jahr. Dies liegt in erster Linie an der Glanzleistung der jeweiligen Vorzeigemarken. Uniqlo, das zu Fast Retailing gehört, wuchs stark in China und Kerings derzeit bestes Pferd im Stall, Gucci, konnte unter Leitung von Alessandro Michele die Modebegeisterten weiter in Kauflaune halten.

Unter den Top Ten befinden sich auch einige Familien, deren Vermögen das der reichsten Individuen übertrifft. Axel Dumas und die Hermès-Familie beispielsweise übertreffen das Vermögen von Nike-Gründer Phil Knight um 3,1 Milliarden Dollar.

Homepage Foto Credits, von links nach rechts: Amancio Ortega, Inditex Presse; Bernard Arnault, Michael Klimentyev / Sputnik; Axel Dumas, Eric Piermont / AFP

Foto 1: Inditex - Head office in Arteixo, courtesy of Inditex

Foto 2: Zara - Store in Rome, courtesy of Inditex

Photo 3: Dior Beauty store, courtesy of Parfums Christian Dior

Interaktive Liste: Die Top 10 Reichsten Mode-Milliardäre

2016 neigt sich dem Ende entgegen und FashionUnited nimmt dies zum Anlass, um einmal mehr die Vermögen der reichsten Mode-Milliardäre der Welt zu vergleichen. Trotz der weitreichenden wirtschaftlichen und politischen Instabilität in der westlichen Hemisphäre, die sich in den letzten Monaten ausbreitete, wurden die Reichsten der Modewelt noch reicher.

Wenig überraschend verteidigte Amancio Ortega, der zweitreichste Mann der Welt, seinen Spitzenplatz. FashionUnited untersuchte Ende 2015 und Mitte des Jahres 2016 die Entwicklungen der Vermögen der reichsten Mode-Milliardäre der Welt. Zum Ende des Jahres nehmen wir uns diese erneut vor. Die zehn Reichsten des Modebusiness folgen hier:

Die Top 10 der reichsten Modeunternehmer im Juni 2016

Die Top 10 der reichsten Modeunternehmer im Dezember 2016

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Der Kampf der Superreichen: Gates versus Ortega

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Foto 1: Inditex - Head office in Arteixo, courtesy of Inditex

Foto 2: Zara - Store in Rome, courtesy of Inditex

Photo 3: Dior Beauty store, courtesy of Parfums Christian Dior