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Der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager Thomas Middelhoff ist wieder auf freiem Fuß. Der 64-Jährige sei nach Verbüßung von knapp zwei Dritteln seiner Strafe am Donnerstag aus der Haft entlassen worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bochum. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Der Manager konnte die Haftanstalt in Bielefeld dank einer Weihnachtsamnestie noch einige Tage früher verlassen als erwartet. Ursprünglich hatte das Landgericht Bielefeld angeordnet, den Manager am 26. November zu entlassen. Begründet wurde die Strafaussetzung mit der guten Sozialprognose des 64-Jährigen. Die Bewährungszeit für den Manager, der in seiner Haftzeit als Freigänger in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld-Bethel arbeitete, beträgt vier Jahre.

Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen wegen Untreue zulasten des ehemaligen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wegen Fluchtgefahr wurde er noch im Gerichtssaal verhaftet und saß mehr als fünf Monate in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Essen in Untersuchungshaft, bevor er gegen Kaution entlassen wurde. Seine Haftzeit verbüßte danach er im offenen Vollzug in Bielefeld. (dpa)

David Frink scheidet aus Gerry Weber Vorstand aus

David Frink wird seine Ämter als Chief Financial Officer und Chief Operating Officer der Gerry Weber International AG gemäß Aufsichtsratsbeschluss niederlegen.

"Das Ausscheiden von Dr. David Frink aus dem Vorstand der Gerry Weber International AG steht nicht in Verbindung mit der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft oder eines ihrer Tochterunternehmen", teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Jörg Stüber wird übergangsweise die Aufgaben von Frink übernehmen. Stüber ist seit Juli Bereichsvorstand Shared Services Finanzen, IR, Zentraleinkauf, Compliance und IT.

Am Mittwochabend wurde der mögliche Personalwechsel bereits in einer Ad-Hoc-Mitteilung angekündigt. Die Aktie des Unternehmens verlor seit Handelsbeginn am Donnerstag 3,7 Prozent.

Das Ausscheiden von Finanzchef Frink setzt die verstärkte Personalfluktuation in der Führungsebene des Konzerns fort. Im Juni verließ Chief Retail Officer Norbert Steinke das Unternehmen, Anfang Oktober wurde Johannes Ehling auf die neu geschaffenen Posten des Chief Sales Officers und Chief Digital Officers berufen.

Foto: Gerry Weber

Hyosung investiert in mehr Tempo und Marketing

Die koreanische Hyosung Corporation, einer der weltweit führenden Elastanhersteller, hat die Stelle des Marketing Direktors neu besetzt. Mike Simko leitet seit Oktober 2017 das globale Marketing für die Marken „creora Elastan“, „Mipan Nylon“ und weitere spezielle Polyesterfasern. Seine Ernennung geht einher mit der Verpflichtung weiterer neuer Köpfe in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten. In Kombination mit dem kontinuierlichen Ausbau der Produktionseinrichtungen unterstreichen die personellen Veränderungen Hyosungs Langzeitstrategie in der Textilindustrie. „Wir sind weiter bestrebt, innovative Produkte auf den Markt zu bringen, beste, hochwertige Qualität zu liefern und unsere weltweite Zusammenarbeit mit Herstellern, Marken und Händlern weiter auszubauen“, so Cho Hyun Joon, Vorsitzender der Hyosung Corporation und CEO.

Um eine schnelle Marktreife ihrer Produkte in Europa zu erreichen, hat Hyosung bereits 2009 massiv in die Elastanherstellung in der Türkei investiert. Dadurch wurden die Kapazitäten verdreifacht, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.

„Es ist eine wirklich spannende Phase, in der ich in dieses agile Unternehmen komme und ich sehe schon jetzt, wie das Team wächst und prosperiert“, erklärt Mike Simko.

Seine Expertise baut auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in leitender Funktion in der Chemie- und Textilindustrie sowie anderen Industrien auf. Zu seinen Aufgaben zählten globales Marketing und Vertrieb, Strategische Planung, Unternehmensentwicklung, Forschung & Entwicklung wie auch Produktion. Unter anderem war er in leitender Funktion bereits für Invista und DuPont tätig.

Foto: Hyosung

Der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager Thomas Middelhoff kommt doch noch Ende November auf freien Fuß.

Die Staatsanwaltschaft Bochum habe ihre Beschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts Bielefeld, die Reststrafe zur Bewährung auszusetzen, zurückgenommen, teilte ein Sprecher des Landgerichts Bielefeld am Mittwoch mit. Damit sei der Beschluss, Middelhoff nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe am 26. November aus der Haft zu entlassen, rechtskräftig.

Das Bielefelder Landgericht hatte die Entscheidung mit einer positiven Sozialprognose begründet. Die Bewährungszeit für den Manager, der seit seinem Haftantritt als Freigänger in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld-Bethel arbeitet, beträgt vier Jahre.

Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen wegen Untreue zulasten des ehemaligen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wegen Fluchtgefahr wurde er noch im Gerichtssaal verhaftet und saß mehr als fünf Monate in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Essen in Untersuchungshaft, bevor er gegen Kaution entlassen wurde. Derzeit verbüßt er den Rest der Freiheitsstrafe im offenen Vollzug in Bielefeld.

Zuletzt machte Middelhoff mit einem Buch über seine Hafterfahrungen Schlagzeilen. Darin äußerte er scharfe Kritik am Strafvollzug. (dpa)

Gerry Weber: Finanzchef Frink vor dem Abschied?

Dem Bekleidungskonzern Gerry Weber International AG könnte der nächste Wechsel in der Führungsetage bevorstehen. Am Dienstagabend veröffentlichte das Unternehmen aus Halle in Westfalen eine Ad-hoc-Mitteilung, die das anzudeuten scheint. Sie betrifft die Zukunft von Vorstandsmitglied David Frink, der als Chief Financial Officer und Chief Operating Officer zwei der wichtigsten Posten im Konzern bekleidet.

Der Inhalt der Meldung ist lapidar gehalten: „Der Aufsichtsrat der Gerry Weber International AG wird kurzfristig über ein Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Dr. David Frink und die künftige Vorstandsstruktur der Gesellschaft beraten und entscheiden“, heißt es darin. Konkretere Information gab es vorerst nicht.

Frink war 2009 vom insolventen Wäscheanbieter Schießer in die Geschäftsführung von Gerry Weber gewechselt. Im Winter 2014/15 stand er sogar als Vorstandssprecher für einige Monate an der Spitze des Unternehmens, bevor er vom heutigen CEO Ralf Weber abgelöst wurde.

Sollte Frink wirklich ausscheiden, würde sich die rapide Personalfluktuation in der Führungsebene des Konzerns fortsetzen. Im Juni verließ Chief Retail Officer Norbert Steinke das Unternehmen, Anfang Oktober wurde Johannes Ehling auf die neu geschaffenen Posten des Chief Sales Officers und Chief Digital Officers berufen, die er spätestens Anfang September kommenden Jahres übernehmen wird.

Foto: Gerry Weber International AG
Früherer Lidl-Chef Seidel wird Retail-Vorstand der Otto Group

Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group ist bei der Suche nach einem neuen Retail-Vorstand fündig geworden: Der ehemalige Lidl-Chef Sven Seidel soll den Posten am 1. April kommenden Jahres übernehmen. Noch stehe allerdings die Zustimmung des Aufsichtsrats aus, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit hat die Otto-Gruppe einen Nachfolger für Neela Montgomery gefunden, die am 1. August auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden war, um CEO der Konzerngesellschaft Crate and Barrel zu werden.

Ihr designierter Nachfolger kann auf eine beachtliche Karriere in der Einzelhandelsbranche zurückblicken. 2011 war der heute 43-Jährige zur Schwarz-Gruppe gekommen. Drei Jahre lang leitete Seidel dort als CEO den Lebensmitteldiscounter Lidl, bevor er das Unternehmen im Februar verließ. Bei Lidl habe er „unter anderem die Grundlagen für eine erfolgreiche Expansion in weitere neue Märkte wie die USA gelegt und die Weichen für eine zukunftsfähige digitale Ausrichtung gestellt“, teilte sein zukünftiger Arbeitgeber mit und rühmte den Neuzugang als „einen der renommiertesten Handelsmanager Europas“.

Von der Personalentscheidung überzeugt ist auch der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Otto: „Ich habe Herrn Seidel als einen ausgesprochen agilen, hoch erfahrenen und sehr erfolgreichen Manager kennengelernt, der den Omnichannel-Aktivitäten der Otto Group wichtige neue Impulse verleihen wird“, erklärte er. Seidel passe „von seiner Persönlichkeit und Führungsmentalität hervorragend zu unserer Unternehmensgruppe“.

Bei Otto soll Seidel künftig „das Multichannel-Retail-Business aus dem Vorstand heraus führen“. In seine Zuständigkeit fallen damit Tochtergesellschaften wie Crate and Barrel, SportScheck, Manufactum und Frankonia. Hinzu kommen weitere Aufgaben: So wird er die ebenfalls zum Konzern gehörenden Omnichannel-Anbieter, darunter Bonprix und die Witt-Gruppe, bei ihren stationären Aktivitäten strategisch beraten und „die gesamten Importaktivitäten des Konzerns, die unter der Konzerngesellschaft Hermes Otto International (HOI) gebündelt sind, verantworten“.

Foto: Otto Group
Insider rücken auf in Richemont-Vorstand

Das Stühlerücken beim Schweizer Luxusgüter-Konzern Richemont geht weiter. Dieses Mal rücken zwei Unternehmensinsider weiter in den Vorstand auf.

Unternehmensveteran Jérôme Lambert wird zum Chief Operations Officer befördert, wie Richemont am Freitag bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen mitteilt. In der neugeschaffenen Position verantwortet er alle Marken des Konzerns mit Ausnahme von Cartier und Van Cleef & Arpels.

Lambert war bisher Leiter Operations und soll sich weiterhin um die regionalen und zentralen Unterstützungs-Plattformen kümmern. In seiner neuen Rolle erhält Lambert Unterstützung von Emmanuel Perrin, der vom internationalen Vertriebschef von Cartier zum Leiter für Specialist Watchmakers Distribution befördert wurde. Perrin wird auch mit sofortiger Wirkung Mitglied des Senior Executive Committee, dem Lambert seit April angehört.

"Die heute angekündigten Veränderungen werden unsere Transformation vom Geschäftsmodell eines spezialisierten Uhrenmachers fortsetzen um den Erfordernissen des heutigen Umfeldes gerecht zu werden", sagte Verwaltungsratschef Johann Rupert in einer Mitteilung von Freitag.

Richemont befindet sich in einer Phase der Restrukturierung aufgrund der schwächelnden Nachfrage nach Luxusgütern. Die veröffentlichten Halbjahres-Zahlen des Unternehmens deuteten auf eine Erholung der Nachfrage in Asien und Großbritannien hin. Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr musste Vorstandschef Richard Lepeu seinen Posten räumen. Während die Ernennung eines Nachfolgers noch aussteht, verließ vor wenigen Monaten der Leiter für Uhrenstellung, Marketing und Digitales, Georges Kern, Richemont für den Wettbewerber Breitling.

Foto: Jérôme Lambert/ Richemont

Der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager Thomas Middelhoff kommt Ende November nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe auf freien Fuß. Ein Sprecher des Landgerichts Bielefeld berichtete am Donnerstag, das Gericht habe die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt und angeordnet, Midddelhoff am 26. November aus der Haft zu entlassen.

Die Kammer habe dem Manager, der seit seinem Haftantritt als Freigänger in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld-Bethel arbeitet, eine positive Sozialprognose gestellt. Die Bewährungszeit betrage vier Jahre.

Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen wegen Untreue zulasten des ehemaligen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wegen Fluchtgefahr wurde er noch im Gerichtssaal verhaftet und saß mehr als fünf Monate in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Essen in Untersuchungshaft, bevor er gegen Kaution entlassen wurde. Derzeit verbüßt er den Rest der Freiheitsstrafe im offenen Vollzug in Bielefeld.

Zuletzt machte Middelhoff mit einem Buch über seine Hafterfahrungen Schlagzeilen. Darin äußerte er scharfe Kritik am Strafvollzug. (dpa)

LVMH: Toledano löst Roussel als Modechef ab

Stühlerücken im Vorstandsgremium des Luxusgüterkonzerns LVMH: Nachdem bekannt wurde, dass der langjährige Modechef des Unternehmens, Pierre-Yves Roussel, seinen Platz in naher Zukunft räumen wird, blühten die Spekulationen um dessen Nachfolge. Nun hat der Konzern mitgeteilt: der bisherige Dior-Chef Sidney Toledano soll Roussel zum Beginn des neuen Jahres ablösen.

Toledano regiert dann ein üppiges Konglomerat aus High Fashion Labels wie Céline, Givenchy, Loewe, Pucci, Kenzo, Marc Jacobs, Rossimoda and Nicholas Kirkwood, deren CEOs künftig an Toledano berichten müssen.

Toledanos vakanter Chefposten bei Dior soll der bisherige Fendi-Geschäftsführer Pietro Beccari werden. Toledano-Vorgänger Roussell wird LVMH jedoch nicht ganz verlassen, sondern soll künftig als Berater für Konzernchef Bernard Arnault fungieren.

Foto: LVMH

Baur beruft Patrick Boos in die Geschäftsführung

Der Baur-Versand erweitert seine Geschäftsführung um einen Vorstand für Marke und Vertrieb und hat die Position zum 1. November dieses Jahres mit Patrick Boos besetzt. Zusammen mit Albert Klein (Steuerung & Koordination) und Olaf Röhr (Abwicklung & Dienstleistungen) soll er künftig die dreiköpfige Geschäftsführung bilden.

Boos kommt von der Accenture GmbH, wo er als Managing Director Consumer Goods & Retail beschäftigt war. Zu seinen Schwerpunktaufgaben bei Baur zähle die Führung und die digitale Transformation der Kernmarke Baur, so das Unternehmen. Zudem soll Boos an der strategischen Weiterentwicklung der Baur-Gruppe mitarbeiten, die ihre Geschäftstätigkeit künftig fast ausschließlich auf Online-Handel und Dienstleistungen konzentrieren will.

Foto: Patrick Boos / Baur