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Stefanel ernennt neuen CEO

Der italienische Modekonzern Stefanel SpA hat Christiano Portas zum neuen Geschäftsführer des Unternehmens ernannt. Er löst den vorübergehenden Geschäftsführer Stefano Visalli ab. Erst vor dem Weihnachtsgeschäft hatte der britische Vermögensverwalter Attestor Capital 71 Prozent der Anteile an Stefanel übernommen.

Portas studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre und leitete von 1999 bis 2016 erfolgreich eine Wachstumsphase des Bademodenlabels Arena ein. Davor war er bei Lego Italia als Geschäftsführer tätig. Zudem hat Portas tiefgreifende Erfahrungen im Bereich schnelldrehende Konsumgüter und arbeitete zehn Jahre lang in verschiedenen Abteilungen bei Procter & Gamble.

Für das Geschäftsjahr 2016 verzeichnete der Modekonzern nach einem hohen Verlust im ersten Halbjahr einen Rückgang des Nettoerlöses um 14,4 Prozent und einen negativen Vorsteuergewinn von 12.416 Euro. Auch im ersten Halbjahr 2017 setzte sich der Umsatzschwund fort. Die Einnahmen erreichten nur 59,1 Millionen Euro, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 12,4 Prozent bedeutet.

Foto: Stefanel-Website
Hedi Slimane wird Chef von Modelabel Céline

Der französische Designer und Fotograf Hedi Slimane wird ab Februar die kreative Leitung des Modehauses Céline übernehmen. Dies kündigte der Luxus-Konzern LVMH, zu dem Céline gehört, am Sonntag an. Der 49-jährige Slimane hatte von 2012-2016 die kreative Leitung des Modehauses Yves Saint Laurent inne, zuvor war er von 2000 bis 2007 Chefdesigner bei Dior Homme.

Er folgt bei Celine auf die britische Designerin Phoebe Philo. Unter Slimane soll das Label, das bislang vor allem für Damenmode und Leder-Accessoires bekannt ist, auch eine Herren- und Couturekollektion bekommen. Ein Parfüm werde es ebenfalls geben, so LVMH. Der in Paris geborene Slimane veröffentlichte auch mehrere Fotografie-Bände, für die er Mode oder Rockstars ablichtete. (dpa)

Foto: LVMH website
Nestle will Chefs von Adidas und Inditex im Verwaltungsrat

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle hat drei Kandidaten zur Wahl in den Verwaltungsrat nominiert. Bei der Hauptversammlung am 12. April 2018 sollen Adidas-Chef Kasper Rorsted, der Chef des spanischen Moderiesen Inditex, Pablo Isla, sowie die frühere Finanzchefin des Ölfeldausrüsters Baker Hughes, Kimberly Ross, in das Gremium gewählt werden, wie Nestle am Donnerstagabend mitteilt.

Andreas Koopmann, Steven Hoch und Naïna Lal Kidwai ziehen sich aus dem Gremium zurück, alle weiteren Mitglieder stellen sich zur Wiederwahl. Der Verwaltungsrat besteht insgesamt aus 14 Personen. (dpa)

Nestle will Chefs von Adidas und Inditex im Verwaltungsrat

Foto: Carlos Ventura, Wikimedia Commons | Adidas: Kasper Rorsted

Christa de Carouge, die bekannteste Modedesignerin der Schweiz, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Sie erlag am Dienstag einer kurzen, schweren Krankheit, bestätigte am Mittwoch eine Mitarbeiterin gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung».

Die gelernte Schneiderin entwarf 1983 ihre erste völlig eigene Kollektion. Die schwarzen, teuren und sehr hochwertigen Kleidungsstücke waren bald ausverkauft.

Carouge lud nicht zu Modeschauen, sondern zu musikalisch-theatralischen «Präsentationen». Die gebürtige Baslerin verstand sich nicht als Modemacherin und lehnte Trends ab. De Carouges Kreationen wurden in Museen ausgestellt und ausgezeichnet. (dpa)

Bogner beruft Wolfgang Reitzle zum Aufsichtsratschef

Der Münchener Sportswear-Hersteller Bogner will sich moderner aufstellen und beruft Wolfgang Reitzle vom Dax-Konzern Linde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Reitzle folgt damit auf den ehemaligen Lufthansa-Manager Jürgen Weber, der sein Amt Ende 2017 aus Altersgründen niedergelegt hat. Der deutsche Manager bekleidet derzeit unter anderem den Posten des Aufsichtsratschefs beim deutschen Industriegasekonzern Linde AG und dem Autozulieferer Continental AG. Neben Reitzle stoßen auch Alexander Liegl und Rosemarie Haber zum Kontrollgremium der Willy Bogner GmbH & Co. KGaA. Haber arbeitete für Luxusmarken wie Sisley und Clinique bevor sie im Vorstand des Porzellanproduzenten Rosenthal AG Marketing und Vertrieb verantwortete.

"Unter Wolfgang Reitzles Aufsicht soll das Familienunternehmen wieder auf einen erfolgreichen Wachstumskurs geführt werden, dessen Ziel die nachhaltige Positionierung der Marke Bogner an der Spitze des internationalen SportFashion-Marktes bildet," hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

Unter Reitzles Ägide beim Linde-Konzern fällt auch der Zusammenschluss mit dem amerikanischen Konkurrenten Praxair Inc. zum weltgrößten Industriegasehersteller. Noch steht diese Fusion unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

Foto: Bogner

Carl Stenbeck, weltweiter Chef für die digitale Entwicklung bei H&M, wird das Unternehmen verlassen und bis spätestens 3. Juli bei Axfood als neuer Leiter für die strategische und Geschäftsentwicklung des schwedischen Lebensmittelhändlers fungieren. Er ist der Nachfolger von Anders Quist, der in den Ruhestand tritt.

Stenbeck war sieben Jahr bei H&M und hat in dieser Zeit wohl an der Entwicklung des stationären als auch des digitalen Handels gearbeitet, einschließlich der Entwicklung des E-Commerce in neuen Märkten. Davor war er fünf Jahre lang als Unternehmensberater tätig.

„Die Lebensmittelindustrie befindet sich in einer sehr spannenden Phase, in der neue Technologien Entwicklungschancen bieten und sich immer auf eine nachhaltige Entwicklung konzentrieren. Axfood verfügt durch seinen breiten Markenportfolio über eine starke Marktposition. Ich freue mich wirklich darauf, mit meinen neuen Kollegen die Arbeit an der strategischen und geschäftlichen Entwicklung des Unternehmens weiter voranzutreiben “, kommentierte Stenbeck seinen Sprung von der Modebranche in die Lebensmittelindustrie.

„Carls Hintergrund bei H&M wird ein großer Vorteil sein, wenn wir Axfoods Food-Konzept in einer zunehmend digitalen Welt weiterentwickeln, in der die Kombination von Einzelhandel und E-Commerce im Mittelpunkt steht“ , sagte Klas Balkow, Präsident und Geschäftsführer von Axfood.

Bei H&M gibt es noch keinen Nachfolger für Stenbeck, so eine Sprecherin laut Textilwirtschaft. „Wir haben mehrere starke Kandidaten für die Position“ , heißt es jedoch.

Menswear-Kreativchef Kim Jones verlässt Louis Vuitton

Nach sieben Jahren verlässt Kim Jones seinen Posten als Kreativchef für die Männerlinie des französischen Luxuslabels Louis Vuitton.

Der in London geborene Designer wird seine letzte Herbst-Winter-Kollektion 2018 am Donnerstag präsentieren, heißt es in einer Mitteilung der Marke, die zum Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE gehört.

Jones war einer der treibenden Kräfter hinter einigen der erfolgfreichsten Projekte und Kollaborationen des Hauses gewesen. Dazu zählt seine Kollaboration mit dem Streetwear-Label Supreme, die bei der Herbst-Winter-Show 2017 gezeigt wurde.

"Es war ein immenses Privileg mit Kim zusammenzuarbeiten. Seine unfehlbare Fähigkeit Trends zu setzen und sein Talent und seine Zielstrebigkeit haben dafür gesorgt, dass sich Louis Vuitton fest als führende Luxus-Männermarke etabliert hat", sagte Vorstand und Aufsichtsratschef Michael Burke in der Mitteilung am Mittwoch. Ein Nachfolger werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Das Branchenportal Business of Fashion hatte zuvor über die Entscheidung von Kim Jines berichtet und über Spekulationen, dass Jones zu Burberry wechseln könnte.

Die Abschlusskollektion von Jones an der Londoner Schule Central Saint Martins wurde von dem Designer John Galliano noch im selben Jahr ihrer Präsentation 2002 aufgekauft. Ein Jahr später, während der London Fashion Week, gründete Jones sein eigenes Label, was er 2008 verließ um beim britischen Menswear Label Alfred Dunhill anzuheuern.

Photo Credit: Patrick Kovarik / AFP

Christine Ahlers wird neuer CEO von Courrèges

Das französische Modehaus Courrèges hat Christine Ahlers als neue Geschäftsführerin bestimmt. Die deutsche Spitzenkraft, die bereits seit über 17 Jahren in Paris lebt und arbeitet, wird ihre neue Stelle am 12. Februar 2018 antreten.

„Ich freue mich sehr, dem Haus Courrèges beizutreten, dessen Werte Innovation und Kreativität ich teile“, kommentierte Ahlers laut Fashion Network. „Ich hatte die Möglichkeit, am weltweiten Erfolg von zwei großen Marken teilzunehmen. Courrèges hat viel Ehrgeiz und ich werde all meine Begeisterung für Mode und meine Erfahrung in seinen Dienst stellen.“

Ahlers begann ihre Karriere im Vertrieb von Martin Margiela im November 2000 und wechselte nach über fünf Jahren im Februar 2006 zu Acne Studios. Dort war sie mit der Eröffnung des französischen Büros der schwedischen Marke betraut, das für die Märkte Südeuropa, Russland, Osteuropa, Nahost, Asien und Japan zuständig war.

Nach 12 Jahren bei Acne Studios in Paris scheint jetzt Zeit für einen Wechsel zu sein. Courrèges wurde im Jahr 2011 von Jacques Bungert and Frédéric Torloting übernommen und eruiert derzeit die Möglichkeit, entweder an Kering, Artémis oder die Holdinggesellschaft der Familie Pinault, verkauft zu werden. Ersterer hält bereits einen Minderheitsanteil an Courrèges.

Zudem ist das Unternehmen, das 1961 von André und Coqueline Courrèges gegründet wurde, derzeit auf der Suche nach einem neuen Kreativtalent, nachdem das Designduo Sébastien Meyer und Arnaud Vaillant das Unternehmen im letzten Jahr verließ. Laut einer von Bungert und Torloting veröffentlichten Erklärung soll die neue Kreativspitze aber in den „nächsten Wochen“ bekannt gegeben werden. Nach der von Präsident François Le Ménahèze geleiteten Umstrukturierungsphase bedeutet die Ernennung von Ahlers ein „neues Kapitel“ für das Modehaus, so Bungert und Torloting.

Foto: Courrèges Paris Facebook
Seidensticker Hemd und Bluse jetzt unter einheitlicher Führung

Der Bielefelder Hemdenhersteller Seidensticker gab gestern bekannt, dass Kevin Ziegler und Marc Biggemann mit sofortiger Wirkung die operative Gesamtverantwortung für die Marke Seidensticker übernehmen werden. Sie werden weiterhin an die geschäftsführenden Gesellschafter Frank und Gerd Oliver Seidensticker berichten.

„Einen einheitlichen Markenauftritt für Seidensticker konsequent weiterzuentwickeln, ist fester Bestandsteil unserer strategischen Ausrichtung. Die Bündelung der Kompetenzbereiche unter einer operativen Führung ist daher für uns ein logischer Schritt, um das Wachstum von Seidensticker weiter voranzutreiben“, erklärte Gerd Oliver Seidensticker in einer Pressemitteilung.

Als Head of Distribution and Business Development verantwortet Ziegler jetzt den gesamten Vertriebsbereich der Marke Seidensticker; der 38-Jährige ist bereits seit 2013 im Unternehmen. Biggemann wird sich als Kreativchef um die kreative Ausrichtung der Marke kümmern sowie die Leitung des Produktmanagements der Seidensticker Bluse übernehmen. Der 47-Jährige führte bisher das Produktmanagement Seidensticker Hemd sowie das Marketing der Seidensticker-Gruppe.

Seidensticker Hemd und Bluse jetzt unter einheitlicher Führung

Holger Herbst, der bisher das Blusen-Geschäft verantwortete, wird das Unternehmen verlassen. „Wir danken Holger Herbst für seine Verdienste für die Seidensticker-Gruppe und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft“, kommentierte Frank Seidensticker.

Die Unternehmensgruppe Seidensticker wurde 1919 in Bielefeld gegründet und befindet sich bis heute zu 100 Prozent im Familienbesitz. Sie wird von den beiden Gesellschaftern Gerd Oliver und Frank Seidensticker sowie Dr. Silvia Bentzinger und Martin Friedrich geführt.

Seidensticker beschäftigt derzeit international rund 2.600 Mitarbeiter. Neben den Eigenmarken Seidensticker und Jacques Britt hält das Unternehmen auch die Masterlizenz für camel active. Insgesamt fertigt die Gruppe rund 12 Millionen Teile im Jahr. Die Exportrate betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 44 Prozent.

Fotos: Kevin Ziegler; Marc Biggemann / Seidensticker
S.Oliver Group: CEO von Liebeskind Berlin tritt ab

Erst Dienstag hatte die S.Oliver Group den Ausstieg von Sourcing-Chefin Christine Schumm verkündet, einen Tag später musste sie den nächsten in Kürze bevorstehenden Abschied einer Führungskraft verkünden. Brigitte Danielmeyer werde ihren Posten als CEO der Konzernmarke Liebeskind Berlin zum 28. Februar aufgeben, teilte die S.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG am Mittwoch mit. Danielmeyer gehe „aus persönlichen Gründen“ und habe das Unternehmen „über diesen Wunsch frühzeitig in Kenntnis gesetzt“, erklärte der Konzern.

Bis Ende Februar werde Brigitte Danielmeyer „weiterhin mit voller Kraft und Energie die Marke Liebeskind Berlin leiten und weiterentwickeln“, teilte das Unternehmen mit. Danach soll Armin Fichtel das Label übergangsweise führen, um „die nahtlose Übergabe an eine geeignete Nachfolge“ zu gewährleisten.

Die vor allem für ihre Taschen bekannte Marke Liebeskind Berlin ist seit Ende 2014 eine vollständige Tochter der S.Oliver Group, nachdem der Konzern in den vorherigen Jahren seine Beteiligung an dem Label schrittweise ausgebaut hatte. Zur in Rottendorf ansässigen Unternehmensgruppe gehören außerdem die Marken S.Oliver, Q/S designed by Triangle und Comma.

Foto: S.Oliver