Neuer Online-Chef: Tom Tailor komplettiert zweite Führungsebene

Das neu strukturierte Personaltableau des Hamburger Bekleidungskonzerns Tom Tailor Group ist komplett. Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, dass Maik Kleinschmidt auf die vor wenigen Wochen geschaffene Position des Vice President Digitalization berufen wurde.

Der 38-Jährige wird seinen Posten am 1. Juli antreten und direkt an Vorstandschef Dieter Holzer berichten. Er kommt von der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group. Dort war er nach Angaben seines neuen Arbeitgebers zuletzt als Principal „auf unterschiedlichen Mandaten für die Entwicklung von Marken-, Marketing-, Handels- und Vertriebsstrategien für internationale Unternehmen der Konsumgüterbranche verantwortlich“. Dabei habe auch die "Entwicklung und Umsetzung von digitalen Strategien" zu seinen Aufgaben gehört.

Bei Tom Tailor wird Kleinschmidt nun die Zuständigkeit für die gesamten Online-Aktivitäten übernehmen. Das Unternehmen hatte seinen zukünftigen Posten im Rahmen einer umfassenden Neugestaltung der zweiten Führungsebene eingerichtet. Die Position des Vice President Digitalization sei in diesem Zusammenhang geschaffen worden, um „den rasanten Wandel aufgrund der Digitalisierung und sich daraus ergebender Wachstumschancen bestmöglich zu adressieren“, erklärte der Konzern. Das Unternehmen verfolge mit der Bündelung der Online-Kompetenzen das Ziel, „alle Schnittstellen, Servicebereiche und Informationseinheiten zu digitalisieren und gleichzeitig die weitere Verzahnung von Online-Vertrieb, stationärem Handel und Marketing voranzutreiben“.

Tom Tailor hat nun alle sechs neu geschaffenen Vice-President-Posten besetzt

Tom Tailor hatte Anfang April sechs neue Führungsposten auf der Ebene unterhalb des Vorstandes eingerichtet: Vier Vice Presidents führen nun jeweils die einzelnen Marken des Konzerns, dazu kamen ein weiterer Vice President für den Bereich Global Sales, der für die Vertriebskanäle Retail und Wholesale zuständig ist, sowie der neue Online-Verantwortliche. Während die übrigen fünf Posten umgehend aus den eigenen Reihen besetzt werden konnten, war die Position des Vice President Digitalization vorerst vakant geblieben. Diese Lücke wurde nun mit der Berufung Kleinschmidts geschlossen.

Von den Umstrukturierungen verspricht sich der Konzern nicht zuletzt größere Flexibilität und eine Verbesserung der Effizienz: „Durch den Aufbau einer starken, zweiten Führungsebene erreichen wir kurze Entscheidungswege, noch schnellere Reaktionsgeschwindigkeiten und adressieren den rasanten Wandel in unserer Branche“, sagte Vorstandschef Holzer. Das soll sich künftig auch in den Zahlen niederschlagen, die zuletzt eher durchwachsen ausgefallen waren. „Wir sind davon überzeugt, dass sich dies positiv auf unseren Flächenertrag und damit unsere Profitabilität auswirkt“, so Holzer.

 

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