Nachdem der chinesische Konzern Fosun International im Februar die Mehrheit am traditionsreichen französischen Modehaus Lanvin übernahm, verlor es seine Präsidentin, die taiwanesische Geschäftsfrau Shaw-Lan Wan, der Lanvin seit 2001 mehrheitlich gehörte. Jetzt hat Fosun eine Nachfolgerin für das französische Traditionslabel bestimmt - Joann Cheng, in China besser bekannt als Cheng Yun, so Luxe.co.

Cheng ist die geschäftsführende Direktorin der Fosun Fashion Group, stellvertretende Finanzdirektorin von Fosun International und seit September 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der Tom Tailor Holding AG. Sie absolvierte ihr Studium an der China Europe International Business School und arbeitete bis Januar 2016 bei Dronen-Hersteller DJI. Davor war sie bei KPMG beschätigt.

Cheng hatte nach der Übernahme erklärt, Fosun könne Lanvin mit seinen weltweiten Ressourcen und Fähigkeiten Mehrwert bringen. Sie verwies auch darauf, dass China einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Luxusmarktes werde. Sie versicherte, der Positionierung von Lanvin im oberen Luxussegment und der “außergewöhnlichen Qualität der in Frankreich und Italien hergestellten Produkte” verpflichtet zu bleiben.

Shaw-Lan Wan hielt einen Anteil von 75 Prozent an Lanvin, verlor diesen aber nach der Übernahme durch Fosun und hat im neuen Format zusammen mit dem Schweizer Geschäftsmann Ralph Bartel nur noch Minderheitsanteil inne.