Gemeinsame Pressemitteilung der

  • Betty Barclay Group, GF Robert Küper
  • Bogner GmbH GF Heinz Hackl
  • Brax GmbH , GF Stefan Brandmann
  • CBR Group, GF Jim Nowak
  • Falke GmbH, Franz-Peter Falke, Paul Falke
  • Fuchs &Schmitt, GF Andrea Krumme
  • KATAG AG, GF Daniel Terberger
  • Marc Cain GmbH, GF Frank Rheinboldt
  • MARC O‘POLO AG, GF Dieter Holzer
  • Mey GmbH, GF Matthias Mey
  • Olymp/Bezner GmbH, GF Mark Bezner
  • Opus GmbH, GF Stefan Leewe
  • S.Oliver Group, GF Claus Dietrich Lahr

zur Bedrohung des deutschen Facheinzelhandels, der deutschen Textilindustrie und der deutschen Innenstädte

Mittelständischer Modefachhandel und Textilindustrie sind ohne sofortige staatliche Unterstützung massiv bedroht. Innenstädte vor hohem Attraktivitätsverlust.

Der aktuelle Lock Down des deutschen Modehandels bedroht die Existenz des Handels und der Industrie massiv.

Betroffen sind viele tausend Unternehmen und Tausende von Mitarbeitern. Handel und Industrie drängen auf schnelle Hilfen aus Berlin.

Die avisierte Unterstützung der Regierung über KfW-Darlehen wird viele Unternehmen nicht oder zu spät erreichen.

„Auch mit den KfW-Darlehen bleibt ein Restrisiko von 10% bei den Banken. Die Banken sind aufgrund des schieren Volumens, aber auch aufgrund des Risikoprofils des Handels vermutlich nicht in der Lage, alle erforderlichen Freigaben zeitnah zu bestätigen. Gleichzeitig leiden Industrie und Handel unter dem Totalausfall einer gesamten Frühjahr/Sommer Saison. Wir brauchen eine Lösung zum Fortbestand des Facheinzelhandels und der Industrie, so die einstimmige Meinung der Unterzeichner“.

„Der Facheinzelhandel mit seinen Platzhirschen in Deutschland leistet einen hohen Beitrag für die Innenstädte und das soziale Leben in den Städten und ist vielfach wichtiger Sponsor des örtlichen Vereinslebens. Wir brauchen einen Rettungsschirm, der die Liquidität der Händler unterstützt“.

Unser Vorschlag:

Die Regierung stellt den Top 30 Textilen Industrieunternehmen einen Liquiditätsfonds von 850 Mio. EUR zur Verfügung. Die daraus entstehende Liquidität nutzt die Industrie, um dem Facheinzelhandel alle Herbst/Winter Lieferungen (Juli-November) mit 180 Tagen Valuta zukommen zu lassen. Die Industrie übernimmt 10% des Haftungsrisikos. Die Verwaltung, Kontrolle und Rückführung wird von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungskanzlei (EY, PWC o.ä.) übernommen. Mit dieser staatlichen Hilfe sind die Warenflüsse gesichert und die Liquidität bleibt für 180 Tage im Handel. Der Fonds sollte nach Ablauf dann entsprechend aufgelöst und zurückgeführt werden.

Mit dieser Maßnahme können Facheinzelhandel und Industrie wieder zu einem normalen Modus finden. Die Top 30 der Industrie stehen für ca. 60% des Umsatzes im deutschen Facheinzelhandel. Die Industrie alleine kann diese Aufgabe aufgrund des Volumens nicht bewältigen.

Die Unterzeichner bitten die Regierung, den Vorschlag schnell und unbürokratisch zu prüfen. Außerordentliche Zeiten erfordern außerordentliche Maßnahmen.

 

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