Nach monatelangen Unruhen in Bangladesch und

Protesten von Bekleidungsarbeitern, die für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen demonstrierten, spitzte sich die Lage jetzt zu: Arbeiter steckten am Freitag eine der größten Bekleidungsfabriken in Brand.

Rund 18.000 Menschen sollen bei Standard Group in Gazipur, 40 Kilometer von Dhaka entfernt, beschäftigt gewesen sein. Der Betrieb stellt für den Export her, unter anderem für große internationale Bekleidungsunternehmen wie Walmart, Gap, Uniqlo, Marks & Spencer und Zara. Zudem sahen Reporter vor Ort Kleidungsstücke mit Etiketten von Sears und American Eagle Outfitters. Verletzt wurde niemand, aber das zehnstöckige Gebäude brannte fast völlig aus, zudem wurden fünfzehn Lastwagen mit Kleidungsstücken ebenfalls in Brand gesteckt.

Ausgelöst wurde die uncharakteristisch gewalttätige Wendung der Demonstrationen, nachdem über den Lautsprecher einer Moschee der Tod eines Arbeiters bekannt gegeben wurde, der am Donnerstag nach einer Begegnung mit der Polizei, die Tränengas und scharfe Munition eingesetzt haben soll, verletzt worden sein sollte. Die Polizei dementierte den Tod des Arbeiters.

Laut einem Manager der Standard Group hatte die Fabrik Lieferungen für internationale Einzelhändler für die nächsten sechs Monate vorrätig. “Wir waren der größte Lieferant für Gap in Bangladesch. Unsere Fracht war zum Versand bereit, aber das ist alles verbrannt,” sagte er. Außerdem könnten bis zu 18.000 Bekleidungsarbeiter ohne Arbeit sein. Bangladesch exportiert Bekleidung im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN