Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat im Vorfeld der

Tarifverhandlungen für die Einzelhandelsbranche noch einmal seine Positionen klargestellt: In erster Linie geht es dem Verband demnach um eine Anpassung der seiner Ansicht nach „veralteten“ Tarifverträge an die gegenwärtige Situation im Einzelhandel. Mit dieser Begründung hatte der Verband im Januar die bestehenden Tarifverträge gekündigt.

Die angestrebte „Modernisierung der Lohn- und Gehaltstarifverträge“ sei „ein Schlüssel dazu, um die Tarifbindung in der Branche zu erhöhen und den Tarifvertrag als Ordnungsfaktor zu stärken“, sagte Heribert Jöris, der für Tarifpolitik zuständige Geschäftsführer des HDE. So müssten in den bestehenden Tarifverträgen „die Tätigkeitsbeschreibungen überarbeitet werden“. Weitere Ziele des Verbandes sind „eine stärkere Differenzierung bei der Vergütung von qualitativ anspruchsvollen und einfachen Tätigkeiten“ sowie flexiblere Arbeitszeitregelungen.

Jöris bekräftigte noch einmal die Absicht des Verbandes einen „verbindlichen tariflichen Mindestlohn“ einzuführen. „Das wäre ein wichtiger Schritt, um Lohndumping in der Branche zu vermeiden“, sagte er. Der Verband hofft nun auf „konstruktive und sachliche Verhandlungen“ mit der Gewerkschaft Ver.di.

 

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