Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 dank

steigender Nachfrage ein Umsatzplus verbucht. Die Erlöse stiegen um fünf Prozent auf 10,65 Milliarden Euro, wie der Anbieter von Marken wie Cartier, Piaget und Montblanc heute in Genf mitteilte. Allerdings kostete der starke Euro die Schweizer fünf Prozentpunkte Zuwachs. Der Gewinn kletterte um drei Prozent auf 2,07 Milliarden Euro. Jedoch profitierte Richemont hier von einem positiven Effekt aus einem Geschäft zur Währungsabsicherung. Die Aktionäre sollen durch eine höhere Dividende am Erfolg teilhaben: Die Ausschüttung steigt auf 1,40 Franken. An der Börse kam das gut an: Die Aktie legte nach Handelsstart um über 4 Prozent zu.

Richemont habe ein zufriedenstellendes Jahr erzielt. Vor allem in der Region Asien Pazifik, Nord- und Süd-Amerika sowie Japan war die Nachfrage hoch. Auch in Europa konnte der Konzern gut zulegen. Dort erzielten die Schweizer rund 37 Prozent und in Asien Pazifik 40 Prozent ihrer Erlöse. Die Schwäche von Montblanc sowie einiger anderer Marken konnte der Konzern mit den gut laufenden Schmuckhäusern und seiner starken Position im Uhrenbereich wettmachen. Im operativen Ergebnis, das unverändert war, seien Restrukturierungskosten von 25 Millionen Euro für Montblanc enthalten. Richemont hat beim Umsatz besser abgeschnitten als Analysten erhofft hatten, beim Gewinn lagen die Geschäftszahlen im Bereich der Erwartungen.

In einer Telefonkonferenz wiederholte der Konzern frühere Aussagen, wonach keine Unternehmensteile der Gruppe abgestoßen werden sollen. Bei der Prognose blieb das Management zurückhaltend. Es sei zum Beispiel noch zu früh zu sagen, ob sich die Ukraine-Krise auf den wichtigen russischen Tourismus negativ auswirken werde. Zufrieden zeigte man sich derweil mit China, wo der Tiefpunkt vor zwei Jahren erreicht worden sei und man jetzt wieder wachse.

Zudem kündigte Richemont ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Millionen Aktien über die nächsten drei Jahr an, nachdem das bisherige mit dem heutigen Tag beendet wurde.(dpa)

 

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