Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike wird seinen Ausstattervertrag mit Manchester United (ManU) nicht verlängern.

Stattdessen könnte nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg Erzrivale Adidas zum Zug kommen. Die deutsche Sportmarke biete mehr als 100 Millionen US-Dollar (73,5 Millionen Euro) pro Jahr, um den zwanzigfachen englischen Fußball-Meister künftig ausstatten zu dürfen. Adidas wollte die Informationen nicht kommentieren.

Nach über einem Jahr andauernden exklusiven Verhandlungen konnten sich Nike und ManU nicht auf die Konditionen einer erneuerten Partnerschaft einigen. "Jedwede Partnerschaft mit einem Club oder einem Verband muss für beide Seiten nutzbringend sein", teilte Nike in einer Stellungnahme mit. Die Bedingungen für einen neuen Vertrag seien für die Nike-Aktionäre nicht günstig gewesen. Nach Bloomberg-Angaben bietet Adidas mit seiner Offerte etwas mehr als doppelt soviel wie Wettbewerber Puma für seinen Ausstattervertrag mit Arsenal im Januar auf den Tisch legte.

Doch auch wenn die Spieler des englischen Traditionsvereins künftig nicht mehr in Nike-Trikots auf dem Platz stehen - der US-Konzern rechnet mit einem weiteren kräftigen Wachstum in der Fußball-Sparte. „Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir im Fußball um 21 Prozent gewachsen. Ich verspreche Ihnen, das wird auch so weitergehen im nächsten Jahr", sagte Konzernchef Mark Parker dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Etwa in den USA aber auch in China gebe es große Wachstumschancen. An Vereinen beteiligen wolle sich das Unternehmen indes nicht.(dpa)

 

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