Aufgrund schwacher Geschäfte in Asien stieg der Umsatz des Schweizer Luxusgüterkonzerns Compagnie Financière

Richemont SA im ersten Halbjahr 2014/15 nur geringfügig. Das Ergebnis sank sogar um fast ein Viertel. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit höheren Betriebskosten und Verlusten aufgrund von Hedging-Aktionen.

Der Konzernumsatz von Richemont belief sich in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres, die am 30. September endete, auf 5,4 Milliarden Euro, was eine Verbesserung um zwei Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete. In Europa und dem Mittleren Osten stiegen die Erlöse um sechs Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, in Amerika sogar um zehn Prozent (währungsbereinigt +13 Prozent) auf 859 Millionen Euro. Schlechter sah es in Asien aus: In Japan sank der Umsatz um 13 Prozent (währungsbereinigt -7 Prozent) auf 360 Millionen Euro, im restlichen asiatisch-pazifischen Raum um zwei Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Dort wurde währungsbereinigt immerhin das Vorjahresniveau erreicht.

Weil die Betriebsausgaben überproportional zum Umsatz wuchsen, sank der operative Gewinn um vier Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Hedging-Aktivitäten, die der Absicherung gegen Wechselkursschwankungen dienen, belasteten den Nettogewinn zusätzlich. Der sank um 23 Prozent von 1,2 Milliarden auf 907 Millionen Euro.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die Kunden und Einzelhandelspartner in allen Regionen außer in Amerika und dem Mittleren Osten betroffen hätten, seien die Resultate „insgesamt recht stabil“ ausgefallen, sagte Konzernchef Johann Rupert. Trotz der schwachen Umsatzentwicklung und negativer Währungseffekte sei es gelungen, den Rückgang des Betriebsgewinns auf vier Prozent zu begrenzen. Dazu hätten neben niedrigeren Rohstoffkosten die Einführung neuer Produkte, Preiserhöhungen in einigen Märkten sowie Kostenkontrollmaßnahmen beigetragen, erklärte Rupert.

 

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