Der schweizerische Luxusgüterkonzern Compagnie Financière Richemont SA meldete

am Dienstag den sofortigen Rücktritt von Marty Wikstrom als Chief Executive Officer of Richemont Fashion and Accessories. Sie wird allerdings noch bis zur Hauptversammlung im September Mitglied des Boards bleiben.

Wikstrom hatte seit 2009 die Mode- und Accessoiressparte des Konzerns geleitet, zu der die Marken Alfred Dunhill, Azzedine Alaїa, Chloé und Lancel gehören. Im vergangenen Geschäftsjahr waren die Zahlen dieses Segments enttäuschend ausgefallen. Während die Uhren- und Schmuckmarken des Konzerns hohe zweistellige Zuwächse beim Umsatz und Gewinn generierten, wuchsen die gemeinsamen Erlöse der Mode- und Accessoireslabel lediglich um einen einstelligen Prozentsatz, der operative Gewinn war sogar rückläufig. Die Topmarke Chloé leidet bereits seit dem Abschied der früheren Chefdesignerin Phoebe Philo Anfang 2006 unter nachlassendem Zuspruch.

In Finanzkreisen wird nun darüber spekuliert, ob sich Richemont ganz von seinen Modemarken trennen könnte, um sich stärker auf die profitableren Geschäfte mit Juwelen, Uhren und Luxusfüllern zu konzentrieren.

 

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