Wenig Gutes konnte Johann Rupert, Executive Chairman des schweizerischen

Luxusgüterkonzerns Compagnie Financière Richemont SA, den Anteilseignern auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch in Genf mitteilen.

In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres sei der Konzernumsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16 Prozent gesunken, so Rupert. In der Region Americas sanken die Umsätze demnach um 36 Prozent, in Europa und dem Mittleren Osten um 22 Prozent. Im asiatisch-pazifischen Raum konnte Richemont seine Umsätze um fünf Prozent steigern, auf dem wichtigen japanischen Markt sackten sie aber um sieben Prozent ab. Profitieren konnten die Schweizer von den gestiegenen Wechselkursen von Yen und US-Dollar: Währungsbereinigt sank der Konzernumsatz sogar um 21 Prozent.

Im eigenen Einzelhandel gaben die Umsätze um sieben Prozent nach, im Großhandelsgeschäft um 21 Prozent. Rupert erläuterte, dass vor allem in Amerika große Einzelhandelspartner ihre Aufträge zurückgefahren hätten. Der Umsatzschwund betraf alle Segmente. Lediglich der Bereich Leder und Accessoires kam mit einem Rückgang von nur einem Prozent noch glimpflich davon, die übrigen „Maisons“ schrumpften hingegen um zweistellige Prozentsätze (Schmuck -14 Prozent, Uhren -18 Prozent, Schreibgeräte -17 Prozent, Andere Geschäfte -23 Prozent).

Auch für die zweite Jahreshälfte mochte Rupert den Aktionären keine großen Hoffnungen machen. „Wir wollen abwarten, bis mehr Belege für eine weitreichende wirtschaftliche Erholung vorliegen, bevor wir über die Möglichkeit einer Verbesserung im zweiten Halbjahr spekulieren,“ erklärte der Konzernchef.

 

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