Der japanische Bekleidungskonzern Fast Retailing Ltd. hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 seinen Umsatz deutlich steigern

können. Vor allem hohe Zuwächse im Auslandsgeschäft des umsatzstärksten Konzepts Uniqlo beflügelten die Erlöse. Allerdings bereiten nicht alle Sparten dem Konzern Freude: Aufgrund der anhaltenden Schwäche der US-Marke J Brand senkte Fast Retailing seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr erneut.

Der Konzernumsatz belief sich nach neun Monaten auf knapp 1,1 Billionen Yen (7,9 Milliarden Euro), was einer Steigerung um 22,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Uniqlo verbesserte seine Erlöse in Japan um 5,1 Prozent auf 569,4 Milliarden Yen, im Ausland um beachtliche 71,3 Prozent auf 327,7 Milliarden Yen. Aufgrund der wenig dynamischen Entwicklung auf dem Heimatmarkt setzt das Unternehmen derzeit besonders auf die internationale Expansion. Im April eröffnete Uniqlo in Berlin auch sein erstes Kaufhaus in Deutschland. Die übrigen Marken des Konzerns, darunter Comptoir des Cotonniers, GU und J Brand, kamen zusammen auf 188,8 Milliarden Yen, 25,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis von Fast Retailing stieg um 9,9 Prozent auf 136,2 Milliarden Yen. Auch hier erwies sich das Auslandsgeschäft von Uniqlo als Wachstumsmotor (+75,1 Prozent). Negative Währungseffekte ließen den Nettogewinn allerdings um 4,1 Prozent auf 84,8 Milliarden Yen sinken. Angesichts der Probleme von J Brand, die zusätzliche Wertberichtigungen im Volumen von zehn Milliarden Yen nötig machen dürften, schraubte der Konzern seine Ergebnisprognose für das gesamte Geschäftsjahr entsprechend herunter. Im April hatte Fast Retailing bereits eine erste Gewinnwarnung abgeben müssen.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN