David Schröder, Geschäftsführer von Zalando, gab gestern ein Update zur Berichterstattung von RTL und den vom Modeunternehmen

getroffenen Maßnahmen bekannt. In diesem Update heißt es: “Wie bereits in den ersten Statements betont, nehmen wir jegliche Kritik an unseren Arbeitsbedingungen sehr ernst, prüfen diese intensiv und leiten bei Bedarf weitere Verbesserungen für unsere Mitarbeiter ab. Auch in diesem speziellen Fall werden wir alle Kritikpunkte gründlich untersuchen und haben dafür direkt nach Ausstrahlung des ersten Beitrags ein verantwortliches Projektteam ins Leben gerufen.”

Erste Einblicke in die Zwischenergebnisse des Projektteams gibt auch auch, so heißt es unter Anderem, dass Mitarbeiter, die sich unwohl fühlen, sich hinsetzen und ausruhen dürfen – Zalando will dafür Sitzgelegenheiten im Produktionsbereich einrichten, die bislang nur im Pausenbereich vorhanden sind. Jedoch werden weiterhin die meisten Arbeiten im Stehen ausgeführt. Außerdem will das Unternehmen in Abstimmung mit seinen Mitarbeitern das Arbeitszeitmodell an verschiedenen Punkten, wie der Pausenzeit von 45 auf 60 Minuten, anpassen. Bisher gab es für Hinweise auf Warendiebstahl eine Belohnung von 500 Euro, auch diese will Zalando abschaffen, um das Arbeitsklima nicht zu gefährden.

Bereits vor rund einem Monat strahlte der deutsche TV-Sender RTL eine Reportage über die Arbeitsbedingungen im Erfurter Logistikzentrum von Zalando aus. Die Journalistin Caro Lobig arbeitete drei Monate undercover für den Modegigant und deckte diverse Missstände auf. Es wird von täglichen Laufwegen durch die Lagerhallen von bis zu 27 Kilometern pro Arbeitstag berichtet, von “Entsorgung unbequemer Mitarbeiter, die Fragen stellen” und von Mitarbeitern, die an ihre körperlichen und nervlichen Grenzen stoßen.

 

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