Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100 000 Beschäftigten

der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ist am Donnerstag angelaufen. Es geht um die Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent, wie sie die Gewerkschaft IG Metall fordert. Der Gesamtverband Textil+Mode hält diese Forderung für überzogen. Nach Angaben eines Sprechers ist am Donnerstag nicht geplant, der Gewerkschaftsseite ein Gegenangebot vorzulegen. Vor Beginn der Verhandlungen im schwäbischen Heidenheim protestierten etwa 250 Beschäftigte aus Textil- und Bekleidungsfirmen, um den Forderungen nach mehr Geld Nachdruck zu verleihen.

Der derzeit in der Branche gültige Tarifvertrag läuft am 31. Oktober aus. Er gilt für alle alten Bundesländer. Weil zum gleichen Zeitpunkt auch die Friedenspflicht endet, plant die Gewerkschaft Warnstreiks Anfang November. Details dazu waren zunächst unklar. (dpa)

 

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