Ahlers profitiert vom Auslandsgeschäft

Der in Herford ansässige Bekleidungskonzern Ahlers AG konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis verbuchen. Vor allem das Auslandsgeschäft trug zur positiven Entwicklung bei. Wie das Unternehmen am

Freitag bekannt gab, erreichten die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum, der am 31. August endete, eine Höhe von 187,1 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 5,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresniveau von 177,0 Millionen Euro. Für die Vergleichsrechnung gab der Konzern nur die Resultate aus fortgeführten Geschäften an. In der Zwischenzeit hat sich die Unternehmensstruktur durch Verkäufe, etwa des Hemdenherstellers Eterna, stark verändert.

Ahlers profitiert vom AuslandsgeschäftDie Wachstumsrate konnte im dritten Quartal deutlich gesteigert werden. Hatte sie im ersten Halbjahr noch bei 4,0 Prozent gelegen, lag sie in den vergangenen drei Monaten bei 8,8 Prozent. Neben der guten Auftragslage seien für diese Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr vorgezogene Auslieferungstermine verantwortlich gewesen, erklärte das Unternehmen. Im Inland erzielte die Ahlers AG Umsätze in Höhe von 99,0 Millionen Euro und lag damit nur um 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 98,6 Millionen Euro. Die gemeldeten Zuwächse wurden somit im Wesentlichen im Auslandsgeschäft erwirtschaftet. Hier legten die Umsätze um 12,4 Prozent zu und erreichten eine Höhe von 88,1 Millionen Euro nach 78,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wie das Unternehmen mitteilte, erwies sich vor allem das Segment Premium Brands, in dem die Marken Pierre Cardin, Otto Kern und Baldessarini zusammengefasst sind, als Wachstumsmotor: Es verbuchte ein Umsatzplus von 15,7 Prozent. Der Bereich Jeans & Workwear legte um 3,3 Prozent zu, Men’s & Sportswear musste ein Umsatzminus um 4,6 Prozent hinnehmen, was nach Angaben des Unternehmens vor allem auf die Einstellung der ertragsschwachen Marke SiSignora zurückzuführen war. Beim Ergebnis wird der Jahresvergleich aufgrund verschiedener Sonderfaktoren erschwert.

Im Berichtszeitraum erreichte der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 8,2 Millionen Euro, was gegenüber den bereinigten Vorjahreszahlen nach Angaben des Unternehmens einem Zuwachs um 12,6 Prozent entspricht. Das Periodenergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern lag bei 6,7 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Ahlers AG aufgrund der Erlöse aus dem Eterna-Verkauf einen Überschuss von 91,9 Millionen Euro verbucht. Ohne diese einmaligen Einnahmen und nach Sonderabschreibungen war seinerzeit ein Verlust von 1,3 Millionen Euro gemeldet worden. Stella A. Ahlers, die Vorstandsvorsitzende des Konzerns, rechnet für das vierte Quartal 2006/2007 „mit einem weiterhin steigenden Ergebnis bei normaler Steuerquote“. Der Umsatztrend werde sich aber aufgrund der ins dritte Quartal vorgezogenen Auslieferung der Herbst/Winter-Ware leicht abschwächen. Mit der Auftragslage für die bevorstehende Frühjahr/Sommer-Saison zeigte sie sich „sehr zufrieden“. Alle drei Segmente hätten deutlich höhere Orderzahlen vorzuweisen, im „strategisch wichtigen“ Premiumbereich sei sogar eine zweistellige Zuwachsrate erzielt worden.

Bild: Ahlers AG

 

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