Marks & Spencer befragt 60.000 Arbeiter per Handy

Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer hat per mobiler Technologie mehr als 60.000 Arbeiter und Arbeiterinnen ihrer Lieferkette in fünf Ländern nach Anliegen wie Arbeitsbedingungen und Gesundheit und Sicherheit befragt. Mittels Labor Link-Technologie konnte der Einzelhändler die

Antworten von 64.230 Arbeitern in 46 Produktionsstandorten in China, Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Großbritannien sammeln, um so Gespräche mit seinen Zulieferern einleiten zu können und seinen Arbeitern zu erlauben, anonym wahrheitsgemäße Angaben zu heiklen Themen wie Arbeitszeiten und Kommunikation mit Vorgesetzten zu machen.

Marks & Spencer befragt 60.000 Arbeiter per HandyDank Labor Link ist es möglich, auf die verschiedenen Technologiepräferenzen der Arbeiter in den jeweiligen Ländern einzugehen. In Bangladesch zum Beispiel, wo die Alphabetisierungsrate niedrig ist, funktieren auf einfache Mobiltelefone ausgerichtete zuvor aufgezeichnete Fragen, während in China Arbeiter Smartphones besitzen und somit Anwendungen wie WeChat benutzen können.

Marks & Spencer nutzt Labor Link, um Arbeiter zu Wort kommen zu lassen

Die Umfrage hat bereits Unterschiede in der Kenntnis der Arbeiter in Bereichen wie Kommunikation am Arbeitsplatz festgestellt. Zum Beispiel beantwortete die Fabrikleitung die Frage "Können Arbeiter eine schriftliche Beschwerde einreichen, wenn sie ein Problem bei der Arbeit haben?" öfter mit 'ja' als die Arbeiterschaft. Dies hat Marks & Spencer dazu geführt, Trainingprogramme zur Kommunikation am Arbeitsplatz zu entwickeln, um die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit den Bedürfnissen der Arbeiter in Einklang zu bringen.

Fiona Sadler, Leiterin für den ethischen Handel bei Marks & Spencers, sagte: “Den Arbeitern auf diese Weise zuzuhören, hilft uns dabei, Zusammenhänge zwischen Problemen der Lebensqualität wie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und Produktionsproblem wie Arbeiterbindung und Produktivität zu erkennen."

Heather Franzese, verantwortliche Direktorin von Good World Solutions, der Organisation hinter der Labor Link-Plattform, fügte hinzu: “Mit 44 Prozent Teilnahme der Arbeiter ist die Marks & Spencer-Umfrage im oberen Bereich unserer durchschnittlichen Beantwortungsquote von 30-40 Prozent, und wir sehen verglichen mit traditionellen Methoden der Kontaktaufnahme mit Arbeitern in Gesprächen einen größeren Vertrauens- und Skalierbarkeitsanteil bei anonymen Umfragen per Handy.”

Labor Link wurde von Good World Solutions entwickelt, einem gemeinnützigen, sozialen Unternehmen, das Millionen gefährdeter Arbeiter, Bauern und Handwerkern hilft und dessen Ziel ist, mehr Transparenz in die weltweite Lieferkette zu bringen. Bis 2018 will die Plattform einer Milllion Arbeitern eine Stimme geben.

Foto: Good World Solutions/Labor Link
 

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