Michael Kors: Vorsicht trotz starker Quartalszahlen

Der US-amerikanische Modekonzern Michael Kors Holding Ltd. konnte im zweiten Quartal 2014/15 dank unerwartet deutlicher Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis die Erwartungen übertreffen. Im Ausland wurden die Erlöse mehr als verdoppelt. Die Aussichten für das wichtige Weihnachtsgeschäft

fielen allerdings verhalten aus und ließen den Aktienkurs kurzfristig einbrechen.

Im zweiten Quartal, das am 27. September endete, erwirtschaftete das Unternehmen einen Michael Kors: Vorsicht trotz starker QuartalszahlenUmsatz in Höhe von 1,06 Milliarden US-Dollar (846,3 Millionen Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das ein Wachstum um 42,7 Prozent.

Im eigenen Einzelhandel stiegen die Erlöse um 39,4 Prozent auf 495,6 Millionen US-Dollar. Dazu trug die Eröffnung von 121 neuen Läden im Laufe des vergangenen Jahres ebenso bei wie ein Wachstum um 16,4 Prozent auf vergleichbarer Fläche. Der Umsatz im Großhandel stieg um 46,1 Prozent auf 514,1 Millionen US-Dollar, die Lizenzeinnahmen wuchsen um 42,8 Prozent auf 46,9 Millionen US-Dollar.

In Nordamerika verbesserte Michael Kors seinen Umsatz um 29,8 Prozent auf 802,2 Millionen US-Dollar. Dort stiegen die Einzelhandelserlöse allerdings flächenbereinigt lediglich um 10,8 Prozent – und damit deutlich geringer, als Finanzexperten erwartet hatten.

Im Ausland wurden die Einnahmen dank zahlreicher Neueröffnungen und deutlicher Zuwächse auf vergleichbarer Fläche sogar mehr als verdoppelt: In Europa stieg der Umsatz um 108,6 Prozent auf 237,9 Millionen US-Dollar, in Japan um 106,3 Prozent auf 16,5 Millionen US-Dollar.

Im zweiten Quartal steigerte Michael Kors seinen Nettogewinn um 42 Prozent

Die Investitionen in die Auslandsexpansion und weitere Wachstumsinitiativen ließen zwar die operativen Kosten in die Höhe schnellen, das Betriebsergebnis wuchs aber trotzdem um 38,0 Prozent auf 305,6 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn stieg um 42,0 Prozent von 145,8 auf 207,0 Millionen US-Dollar, der verwässerte Gewinn pro Aktie von 0,71 auf 1,00 US-Dollar.

Im gesamten ersten Halbjahr wuchs der Umsatz damit um 43,1 Prozent auf 2,0 Milliarden US-Dollar und das Nettoergebnis um 45,8 Prozent auf 394,7 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen nun einen Umsatz im Bereich von 4,3 bis 4,4 Milliarden US-Dollar und einen verwässerten Gewinn pro Aktie zwischen 4,13 und 4,18 US-Dollar.

Trotz der im Branchenvergleich nach wie vor hervorragenden Entwicklung brach der Aktienkurs nach der Veröffentlichung der jüngsten Zahlen erst einmal ein. Grund war eine Prognose für das laufende dritte Quartal, in dem das wichtige Weihnachtsgeschäft verbucht wird. Bei den flächenbereinigten Einzelhandelserlösen erwartet das Unternehmen nur noch ein Wachstum im „niedrigen zweistelligen Prozentbereich“. Bereits im vorigen Quartal hatte die Steigerungsrate auf vergleichbarer Fläche in den USA die Erwartungen der Analysten klar verfehlt. Manche Experten sehen darin ein Signal, dass die Nachfrage nach der zuletzt so begehrten Marke zu schwächeln beginnt.

Außer den Quartalsresultaten verkündete das Unternehmen am Dienstag, sein Südkorea-Geschäft, das derzeit vom Partner Simone FC geführt wird, im Frühjahr 2016 in Eigenregie übernehmen zu wollen. Zudem wurde ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm beschlossen: In den kommenden zwei Jahren sollen nun eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde US-Dollar erworben werden.

Foto: Michael Kors
 

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