Nike überrascht mit hohen Zuwächsen

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike Inc. konnte im ersten Quartal die Erwartungen deutlich übertreffen. Kein Wunder also, dass Mike Parker, President und CEO des Konzerns, von einem "starken Start" schwärmte. Man sei angesichts der vorgelegten Zahlen auf

einem guten Weg, das für 2011 avisierte Ziel - einen Jahresumsatz von 23 Milliarden US-Dollar - zu erreichen, betonte er. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/2008, das am 31. August endete, erzielte Nike einen Konzernumsatz in Höhe von 4,655 Milliarden US-Dollar. Dies bedeutet eine Steigerung um 11 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 4,194 Milliarden US-Dollar. Dabei profitierte Nike nicht zuletzt vom schwachen Dollarkurs: Drei Prozentpunkte der Zuwachsrate waren nach Angaben des Unternehmens den für ihn günstigen Wechselkursveränderungen zuzuschreiben.

Nike überrascht mit hohen ZuwächsenAuf dem US-amerikanischen Heimatmarkt konnte der derzeit weltgrößte Sportartikelhersteller nur verhältnismäßig geringe Zuwächse erzielen: Hier stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 1,638 Milliarden US-Dollar (1. Quartal 2006/2007: 1,601 Milliarden US-Dollar). Deutlicher wuchsen die Umsätze hingegen im Auslandsgeschäft: In der Region EMEA, die Europa, den Mittleren Osten und Afrika umfasst, legte Nike um 16 Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent) auf 1,478 Milliarden US-Dollar zu (1. Quartal 2006/2007: 1,271 Milliarden US-Dollar), im asiatisch-pazifischen Raum um 22 Prozent (währungsbereinigt +20 Prozent) auf 630,8 Millionen US-Dollar (1. Quartal 2006/2007: 518,4 Millionen US-Dollar), und in der Region "Americas" um 15 Prozent (währungsbereinigt +11 Prozent) auf 279,5 Millionen US-Dollar (1. Quartal 2006/2007: 242,5 Millionen US-Dollar). Im Segment "Andere Geschäfte", in dem die kleineren Marken des Konzerns, darunter Converse, Col e Haan und Nike Bauer Hockey, zusammengefasst sind, stieg der Umsatz um 12 Prozent von 560,4 Millionen US-Dollar auf 628,7 Millionen US-Dollar.

Der Konzern kündigte an, dass er Nike Bauer Hockey noch im Laufe dieses Geschäftsjahres verkaufen wolle. Auch die Zukunft sieht bereits rosig aus: Nach Angaben des Unternehmens belaufen sich die Auftragsbestände, die von September 2007 bis Januar 2008 ausgeliefert werden sollen, derzeit auf 5,9 Milliarden US-Dollar, was ein Plus von 11,5 Prozent (währungsbereinigt +10,5 Prozent) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet. Auch beim Ergebnis konnte Nike im zurückliegenden Quartal deutlich zulegen: So stieg der Gewinn vor Steuern um 16 Prozent von 575,8 Millionen US-Dollar auf 670,3 Millionen US-Dollar. Der Nettoüberschuss wuchs gar um 51 Prozent von 377,2 Millionen US-Dollar auf 569,7 Millionen US-Dollar. Dementsprechend stieg der verwässerte Gewinn pro Aktie von 0,74 US-Dollar auf 1,12 US-Dollar. Für den außergewöhnlichen Anstieg des Nettogewinns war aber nach Angaben des Unternehmens ein einmaliger Steuervorteil maßgeblich mitverantwortlich: Dessen Effekt wurde auf 0,20 US-Dollar pro Aktie beziffert.

 

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