Tom Tailor: Eigenmarken überzeugen

Das Hamburger Modeunternehmen Tom Tailor konnte den Schwung aus dem ersten Quartals auch in den Folgemonaten nutzen und in der ersten Jahreshälfte 2014 ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 425,2 Millionen Euro erzielen. Wachstumstreiber waren dabei vor allem die hauseigenen Marken.

Sie steigerten den Umsatz sogar um elf Prozent auf 271,4 Millionen Euro und legten dabei eigenen Angaben zufolge in allen Vertriebskanälen zu, und auch Bonita trug im ersten Halbjahr 153,8 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich von 17,3 Tom Tailor: Eigenmarken überzeugenMillionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 29,3 Millionen, was einem Anstieg von 69,4 Prozent entspricht. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich zugleich um 18,2 Prozent auf 30,5 Millionen Euro. „Unser Fokus auf profitables Wachstum zahlt sich zunehmend aus. Einen wesentlichen Beitrag hierzu lieferte das Segment Tom Tailor, wobei sich insbesondere das Retailgeschäft abermals vom stagnierenden Markt abkoppelte“, so Dieter Holzer, Vorstandsvorsitzender der Tom Tailor AG. Der Fokus auf Umsatzqualität und damit Profitabilität zu Lasten des Umsatzes zeige sich in der positiven Ergebnisentwicklung als richtiger Schritt.

Verluste stark reduziert

Das berichtete EBITDA sprang um 69,4 Prozent auf 29,3 Millionen Euro, was Unternehmensangaben zufolge vor allem aus der positiven Geschäftsentwicklung sowie der im Vorjahr abgeschlossenen Integration von Bonita resultiert. Während die Einmalaufwendungen im Vorjahr noch bei 7,1 Millionen Euro lagen, beliefen sie sich im ersten Halbjahr 2014 nur noch auf 700.000 Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA der Gruppe erhöhte sich so um 18,2 Prozent auf 30,5 Millionen Euro, während die bereinigte EBITDA-Marge auf 7,2 Prozent stieg.

Unterm Strich blieb Tom Tailor jedoch trotzdem nur ein bereinigtes Periodenergebnis von -0,3 Millionen Euro nach einem Verlust von -3,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das berichtete Periodenergebnis belief sich auf -5,3 Millionen Euro.

Immerhin bewertet das Management die Aussichten für das zweite Halbjahr als stabil und geht in ihren Kernmärkten weiterhin von einem guten Konsumklima aus. „Die Gruppe wird die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Umsatz- und Ertragskraft von Bonita konsequent fortsetzen und den Marken-Relaunch von Tom Tailor bestmöglich für die weitere Marktdurchdringung nutzen“, so Konzernchef Holzer. Man bestätige daher die Prognose für das Geschäftsjahr 2014 und strebe weiterhin einen Konzernumsatz von mehr als 950 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge in der Größenordnung von zehn Prozent an.

Foto: Tom Tailor

 

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