Verbraucherpreise stagnieren auf Vorjahresniveau

Nach der Mehrwertsteuersenkung bleibt die Inflation in Deutschland niedrig. Die Jahresrate lag im August bei 0,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Angaben. Die Rate sei unter anderem durch die seit 1. Juli für ein halbes Jahr geltende

Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, erklärten die Statistiker. Im Juli waren die Verbraucherpreise sogar um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen.

Günstiger als im August 2019 waren Haushaltsenergie und Kraftstoffe (minus 6,3 Prozent). Vor allem Heizöl wurde deutlich billiger (minus 32,7 Prozent). Für Sprit mussten Autofahrer 11,3 Prozent weniger zahlen als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate bei 0,7 Prozent gelegen.

Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,7 Prozent, der Preisauftrieb schwächte sich damit weiter ab. Für bestimmte Dienstleistungen mussten Verbraucher mehr bezahlen, zum Beispiel für den Friseur und für Körperpflege (plus 4,8 Prozent). Der Besuch in Restaurants, Cafés und im Straßenverkauf verteuerte sich um 1,9 Prozent trotz der Mehrwertsteuersenkung. Als Grund vermutet die Behörde unter anderem die Hygieneauflagen in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr gesenkt, um in der Corona-Krise den Konsum anzukurbeln. Händlern und Dienstleistern steht es frei, ob und wie sie die niedrigeren Steuersätze an die Verbraucher weitergeben.

Gegenüber Juli sanken die Verbraucherpreise im August insgesamt um 0,1 Prozent.(dpa)

Foto: Henning Kaiser / dpa-tmn Picture Alliance

 

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