Karl Lagerfeld: Seine denkwürdigsten Zitate

Karl Lagerfeld ist am Dienstag 85-jährig in Paris verstorben. Das französische Modehaus Chanel hat die Nachricht bestätitgt. Zuvor war er seiner letzten Chanel-Modenschau wegen "Müdigkeit" ferngeblieben. Der Ausnahmedesigner, der 1933 in Hamburg geboren wurde, entwarf seit 1983 für das Modehaus Chanel und bereits seit 1965 für das italienische Modehaus Fendi. Neben seiner Leidenschaft für Fotografie und Bücher war er auch bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und seiner Meinung klar Ausdruck zu verleihen.

Einst sagte er: „Warum sollte ich aufhören, zu arbeiten? Wenn ich das tue, sterbe ich und bin erledigt.“ Und das ist nicht das einzige einprägsame Zitat des Modezaren Karl Lagerfeld. Er ist nicht nur eine Modelegende, sondern auch der wohl zitierbarste Modedesigner der Welt. FashionUnited würdigt den Liebling der Modewelt mit einer Kollektion seiner pointiertesten Aussagen:

Über sich:

„Ich bin wie ein Mode-Nymphomane, der nie zum Orgasmus kommt. Ich bin nie befriedigt.“

Über das Wort billig:

„Benutzen Sie nie das Wort ‚billig’. Heute kann jeder in günstigen Klamotten chic aussehen (auch die Reichen kaufen sie). Es gibt heute gutes Modedesign auf jedem Preisniveau. Sie können in Jeans und T-Shirt die bestgekleidete Person der Welt sein – das liegt ganz an Ihnen.“

Über das Modehandwerk:

„Wenn man Mode macht, dann muss man Mode lieben. Wenn ich Designer in Sneakers und einem alten Shirt sehe, die Kleider zu verrückten Preisen kreieren, dann scheint mir das unehrlich.“

Über Jogging-Hosen:

„Jogginghosen sind ein Zeichen der Niederlage. Sie haben die Kontrolle über ihr Leben verloren, also haben Sie sich Jogginghosen gekauft.“

Über Musik und Mode:

„Mode ist wie Musik. Es gibt viele Noten. Man muss mit ihnen herumspielen. Wir alle müssen unsere eigene Melodie komponieren.“

Über Selfies:

„Elektronische Masturbation.“

Über Eitelkeit:

„Eitelkeit ist das Gesundeste im Leben“

Über Schuhe und Accessoires:

„Schuhe und Accessoires sind mir wichtig. Bei Schuhen und Accessoires hat jeder Model-Größe."

Über seinen ikonischen Stil:

“Ich bin wie eine Karikatur meiner selbst und ich mag das. Es ist wie eine Maske. Und für mich ist das ganze Jahr über der Karneval von Venedig.“

Über sein Must-Have:

„Wenn Sie von mir wissen wollen, was ich mir wünschte, entworfen zu haben, wäre es das weiße Hemd. Ein Hemd ist der Ausgangspunkt von allem. Alles andere kommt danach.“

Darüber, dass man immer auf sein Äußeres achten sollte:

„Ich bin der Meinung jeder sollte so zu Bett gehen, als hätte er ein Date vor der Türe stehen.“

Über seine Sonnenbrille:

„Ich hatte einmal ein Interview mit einer deutschen Journalistin — eine fürchterliche, hässliche Frau. Es war in den frühen Tagen nach den Kommunisten — vielleicht eine Woche danach— und sie trug einen gelben Pullover, der durchsichtig war und darunter trug sie einen BH, der ihre riesigen Brüste verdeckte. Sie sagte zu mir ‚Es ist unhöflich, nehmen Sie die Brille ab’, und ich sagte zu ihr: ‚Verlange ich von Ihnen, BH auszuziehen?’

Über Pelz:

„In einer Welt, die Fleisch isst und Lederschuhe trägt, ist eine Diskussion über Pelz kindisch.“

Über Gewichtsverlust:

„Als diese neue Linie von Hedi Slimane bei Dior herauskam, musste man schlank sein, um diese tragen zu können. Ich sagte mir. ‚Du willst das tragen? Dann musst dich auf die Knochen herabhungern.’ Und so habe ich all das Gewicht verloren. 88 Pfund und ich habe sie nie mehr zugenommen.

Über Tattoos:

„Ich finde Tattoos schrecklich. Es ist so, als lebte man immer in einem Pucci-Kleid. Wenn man jung ist und knackig, ist das vielleicht ok, aber...“

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Foto: Chanel SS17, via Catwalkpictures.com

 

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