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Abercrombie & Fitch: Einschnitte nach schwachen Zahlen

6. Nov. 2013

Der US-amerikanische Jugendmodeanbieter

Abercrombie & Fitch reagiert auf die anhaltende Nachfrageschwäche mit radikalen Maßnahmen: Am Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen beunruhigende Quartalsumsätze und kündigte an, alle stationären Shops seiner Wäschemarke Gilly Hicks zu schließen.

Im vergangenen Quartal, das am 3. November endete, erzielte Abercrombie & Fitch Umsätze in Höhe von 1,0 Milliarden US-Dollar, zwölf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf vergleichbarer Fläche sanken die Einzelhandelserlöse einschließlich des Online-Geschäfts, das um elf Prozent zulegte, um 14 Prozent. In den USA schrumpften sie dabei um 14 Prozent, im Ausland um 15 Prozent. Konzernchef Mike Jeffries begründete den Rückgang mit der allgemeinen Kaufzurückhaltung der jungen Zielgruppe.

Der Konzern beschloss zudem die Schließung aller stationären Gilly-Hicks-Filialen. Die Maßnahme solle bis zum Ende des ersten Quartals des kommenden Geschäftsjahres umgesetzt werden. Das Unternehmen bezifferte die zusätzlichen Vorsteuerbelastungen, die sich aus der Entscheidung ergeben, auf etwa 90 Millionen US-Dollar. Darin sind Wertberichtigungen, Abfindungen und Kosten für die vorzeitige Beendigung von Mietverträgen enthalten. Ganz aufgegeben wird das Label nicht: Seine Produkte sollen künftig in den stationären Läden der Konzernmarke Hollister sowie online verkauft werden.

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