Die Benetton-Gruppe teilte am Mittwoch mit, dass die

Modefirma “ihr bestehendes Engagement zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit” mit ihrer Unterstützung der Greenpeace Detox-Initiative weiter ausbauen möchte. Als 13. Mitglied verpflichtet sich Benetton damit, bis 2020 sämtliche Giftstoffe bei der Herstellung seiner Kleidungsstücke zu eliminieren.

"Benetton bekennt damit Farbe und setzt ein wichtiges Zeichen für andere Modehersteller", sagte Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin bei Greenpeace. "Besonders für die Menschen, die in der Nähe solcher Produktionsstätten leben, ist dieser Schritt ein großer Erfolg."

Laut Greenpeace sind über 70 Prozent von Chinas und Mexikos Gewässern verschmutzt - internationale Textilhersteller tragen dazu bei, indem sie Flüsse mit gefährlichen Chemikalien belasten. Die Detox-Kampagne regt Modehäuser dazu an,ihre Herstellungsprozesse und Zulieferer unter die Lupe zu nehmen und Schadstoffe durch ungefährliche Substanzen zu ersetzen, denn “in die Umwelt freigesetzte Textilchemikalien stellen eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt dar.”

Benetton-Artikel tragen bereits das “Eco Safe” Label, aber der Beitritt zum Detox-Programm wird das Unternehmen dazu anhalten, seine gesamte Liefer- und Produktionskette auf Giftstoffe zu untersuchen und Standards einzuführen, die deren Gebrauch verbieten und durch ungefährliche Substanzen ersetzen.

Die Greenpeace Studie “Toxic Threads - The Big Fashion Stitch-Up” hatte im November festgestellt, dass in Entwicklungs- und Schwellenländern hergestellte Kleidungstücke wie Jeans, Hosen, T-Shirts, Kleider und Unterwäsche von 20 bekannten Modemarken gefährliche Chemikalien enthielten. Seitdem haben sich Uniqlo, Zara, Mango, Esprit, Levi's, Adidas, C&A, H&M, Nike, Li Ning, Puma und Marks & Spencer der Initiative angeschlossen.

Aber es gibt genug Modemarken, die diesen Schritt noch nicht getan haben. “Andere Marken wie Calvin Klein, Victoria’s Secret und G-Star Raw sollten ebenfass auf ihre Kunden hören und dringend alle gefährlichen Chemikalien von ihrer Handelskette und ihren Produkten eliminieren,” erklärte Hisayo Takada von Greenpeace Japan.
 

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