Als zwölftes internationales Modeunternehmen und

größtes in Asien hat sich jetzt auch der japanische Bekleidungskonzern Fast Retailing samt Tochterfirma Uniqlo dazu verpflichtet, bis 2020 sämtliche Giftstoffe bei der Herstellung seiner Kleidungsstücke zu eliminieren.

“Uniqlo erkennt sauberes Wasser als wichtiges weltweites Ziel an und ist stolz darauf, sich der Greenpeace-Kampagne anzuschließen, die sich der Eliminierung des Gebrauchs von giftigen Chemikalien verschrieben hat”, äußerte sich Yukihiro Nitto, Beauftragter des Bereichs soziale Verantwortung bei Fast Retailing, am Mittwoch.

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte Ende November 2012 Bekleidungsfirmen weltweit dazu aufgefordert, sich ihrer Initiative “Roadmap to Zero” anzuschließen, die den Abbau aller gefährlichen Chemikalien aus der Textil- und Bekleidungslieferkette bis 2020 vorsieht. Diese wurde inzwischen um die “Detox Challenge” ergänzt, ein umfassendes Programm, das in mehrmonatiger Zusammenarbeit von Esprit und Greenpeace entwickelt wurde. Hier geht es um die gemeinsame Einstellung der industriellen Freisetzung gefährlicher Chemikalien bei der Textil- und Bekleidungsherstellung.

Fast Retailing will transparenter werden und noch in diesem Jahr die Abwassereinleitung von mindestens 80 Prozent seiner weltweiten Zulieferer offenlegen. Dadurch haben die Anwohner von Produktionsstätten der Firma das Recht zu wissen, ob giftige Chemikalien in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft in die Umwelt geleitet werden. Die Verpflichtung schließt alle Fast Retailing-Marken Uniqlo, Comptoir des Cotonniers, Princess tam tam, G.U. und Theory ein.

Im November hatte Greenpeace die Ergebnisse seiner Studie “Toxic Threads - The Big Fashion Stitch-Up” veröffentlicht. Darin wurden in Entwicklungs- und Schwellenländern hergestellte Kleidungstücke wie Jeans, Hosen, T-Shirts, Kleider und Unterwäsche für Damen, Herren und Kinder untersucht. Es stellt sich heraus, dass die Kleidungsstücke von 20 bekannten Modemarken gefährliche Chemikalien enthielten.

Seitdem haben sich Zara, Mango, Esprit, Levi's, Adidas, C&A, H&M, Nike, Li Ning, Puma und Marks & Spencer der Initiative angeschlossen. “Was diese Zusage um so bedeutender macht, ist die Tatsache, dass Uniqlo sich auch verpflichtet hat, die Entwicklung von Alternativen zu den derzeit benutzten und von der Modeindustrie abgeleiteten giftigen Chemikalien anzuführen,” hieß es in einer von Greenpeace veröffentlichten Erklärung auf der Website der Umweltorganisation.

Aber es gibt genug Modemarken, die diesen Schritt noch nicht getan haben. “Andere Marken wie Calvin Klein, Victoria’s Secret und G-Star Raw sollten ebenfass auf ihre Kunden hören und dringend alle gefährlichen Chemikalien von ihrer Handelskette und ihren Produkten eliminieren,” erklärte Hisayo Takada von Greenpeace Japan.
 

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