Um ein ähnliches Unglück wie den Einsturz des

Rana Plaza Gebäudes in Savar, Dhaka, der inzwischen 804 Arbeitern das Leben kostete, zu verhindern, haben Bangladeschs Behörden 18 gefährdete Fabriken vorsorglich schließen lassen.

Die meisten der als bedenklich eingestuften Fabriken befinden sich in der Hauptstadt Dhaka. Textilminister Abdul Latif Siddiqui hatte angekündigt, weitere Fabriken müssten den Betrieb einstellen, wenn sie als riskant eingeschätzt würden.

Die Regierung von Bangladesch hatte bereits bekannt gegeben, dass 200 Fabrikinspektoren eingestellt würden, um die Sicherheit von weiteren Gebäuden zu überprüfen. Als nicht sicher eingestufte Gebäude müssten dann geräumt und die betroffenen Fabriken umgesiedelt werden. Zudem wurde ein Ausschuss gegründet, der der Regierung innerhalb von drei Monaten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards in den Textilfabriken des Landes präsentieren soll.

Dass diese dringend notwendig sind, zeigen die aktuellen Nachrichten: Erst am gestrigen Mittwoch abend brach ein Feuer in einem elfstöckigen Gebäude in Dhaka aus, in dem außer Privatwohnungen ab dem 3. Stock auch die Textilfabrik Tung Hai Sweater im 1. und 2. Stock untergebracht war. Acht Menschen kamen in den Flammen ums Leben, darunter der Fabrikbesitzer und ein Polizist.

Das Feuer ließ große Teile der ersten drei Stockwerke ausbrennen und hätte schlimmere Auswirkungen haben können, wäre es nicht spät am Abend nach Arbeitsschluss ausgebrochen, als rund 300 Arbeiter ihre Schicht beendet hatten und nach Hause gegangen waren.

Am Rana Plaza-Unglücksort in Savar gehen die Bergungs- und Aufräumarbeiten inzwischen unermüdlich weiter. "Das Rettungsteam wird hoffentlich in zwei bis drei Tagen den ganzen Schutt vom Grundstück geräumt haben", sagte Major Hassan Suhrawardy, der die Aufräumarbeiten von Soldaten, Feuerwehrleute und vielen Freiwillige koordiniert.
 

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