Chinas Textil- und Bekleidungsindustrie muss sich auf Änderungen

einstellen – aktuelle Regierungsauflagen sehen vor, nachhaltige Produktionsmethoden für die Branche einzuführen und diese auch durchzusetzen.

“Diese sind zwingend vorgeschrieben. Firmen, die sich den Anforderungen nicht anpassen, werden allmählich geschlossen,” warnte Yang Donghui, Direktor des staatlichen Textil- und Bekleidungsverbands (CNTAC).

Umweltaktivisten haben chinesische Textilunternehmen schon lange wegen ihres nicht unbeachtlichen Beitrags zur Wasserverschmutzung, Abfallproduktion und dem CO2-Ausstoss kritisiert. Die chemische Färbung der Textilindustrie ist allein für acht Prozent aller industriell erzeugten Abwässer in China verantwortlich.

Konkret soll unter dem zwölften Fünfjahresplan eine ‘Kreislaufwirtschaft’ entstehen, die auf die systematische Wiederverwertung von Abfallstoffen setzt und die Umweltverschmutzung reduziert. Zudem sollen Maßnahmen zum Gewässerschutz, zur Energieeffizienz, der Entwicklung alternativer Biofasern und wiederverwerteter Fasern eingesetzt werden.

Insgesamt produziert die chinesische Textilindustrie rund 20 Millionen Tonnen Abfalltextilien jährlich. Würden 60 Prozent davon wiederverwertet, könnten laut der Pekinger China Association of Resource Comprehensive Utilisation 4,7 Millionen Tonnen Naturfasern und 9,4 Millionen Tonnen Chemiefasern gewonnen werden.

Bei der Textilveredelung sollen zum Beispiel biologisch abbaubare Schlämme genutzt werden sowie neue Technologien wie Digitaldruckverfahren und Luftstrom- und Kaltklotzfärben, die alle als umweltfreundlicher gelten und weniger Wasser verbrauchen. Insgesamt sieht der Plan vor, den Energieverbrauch der Textilindustrie bis 2015 um 20 Prozent zu senken beziehungsweise den Wasserverbrauch um 30 Prozent (jeweils auf Werte von 2010 bezogen). Außerdem soll die Faserproduktion von wiederverwerteten Materialien 8 Millionen Tonnen erreichen.

Wie Yang Donghui gegenüber Branchenmagazin Just-style bekanntgab, hat der CNTAC bereits eigene Richtlinien zur Nachhaltigkeitsförderung entwickelt, die in den nächsten zehn Jahren eingeführt werden sollen.

Die Bekanntmachung kommt nur zwei Wochen nach der Bekanntgabe des Chemical Management Plans Chinas, der die Schaffung einer schwarzen Liste von 58 giftigen Chemikalien bis 2015 vorsieht. Der Fünfjahresplan des Umweltministeriums sieht vor, dass die Regierung Listen für den stufenweisen Abau und die Eliminierung von Chemikalien bis 2015 bereitstellt. Dies zeigt eine Wandlung im Umgang von Chemikalien weg von der normalen Schadenseindämmung hin zur Eliminierung.
 

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