Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will trotz massiver Kritik deutscher

Textilhersteller an seinem Bündnis für faire Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern festhalten. "Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass ich der deutschen Textilwirtschaft erklären muss, dass man in Bangladesch auch existenzsichernde Löhne bezahlen muss", sagte Müller am Montag am Rande des 'EineWelt-Forums' in Berlin, an dem auch mehrere seiner Kabinettskollegen teilnahmen. Deutsche Modefirmen dürften keine «Sklavenarbeit» und keine umweltschädigenden Produktionsmethoden in ihrer Lieferkette dulden, forderte Müller.

Falls sich in den nächsten Monaten nicht noch mehr Firmen zu den sozialen und ökologischen Mindeststandards des Bündnisses bekennen sollten, müsse der Druck erhöht werden. Ein entsprechendes Gesetz wäre aber politisch derzeit schwer durchsetzbar, räumte er ein.

Der Minister hatte im Oktober ein Textilbündnis ins Leben gerufen. Die meisten großen Hersteller traten jedoch nicht bei. Firmen und Verbände erklärten, die Ziele des Bündnisses seien zu ehrgeizig. Viele Unternehmen hätten keinen vollständigen Überblick über die Produktionsbedingungen von Zulieferern. (dpa)

 

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