Wie Ende letzter Woche berichtet, war es aufgrund ausstehender

Gehälter und Abfindungen von Arbeitern der Istanbuler Textilfabrik Hey Tekstil zu koordinierten Protesten gegen die beiden Bekleidungskonzerne Esprit und Li & Fung in Hongkong, Thailand und der Türkei gekommen.

Fashion United liegt jetzt eine Stellungnahme von Esprit vor, in der das Modeunternehmen bestätigt, “in der Vergangenheit Bekleidung von Hey Tekstil über die Handelsagentur Li & Fung bezogen” zu haben. Ferner ist dem Unternehmen bekannt, dass etwa 250 ehemalige Hey Tekstil-Arbeiter ausstehende Gehälter eingeklagt haben.

“Weiter sind Esprit nicht dokumentierte Anschuldigungen über Gesetzesverstöße im Zusammenhang mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation von Hey Tekstil bekannt, ebenso die strafrechtliche Verfolgung eines der Eigentümer von Hey Tekstil,” heißt es zudem in der Stellungnahme.

Esprit beruft sich darauf, sich bei seinen Geschäften mit Li & Fung bezüglich Hey Tekstil stets “angemessen und gesetzeskonform” verhalten zu haben und weist darauf hin, dass es generell seine Zulieferer regelmäßig auf Einhaltung der einschlägigen Beschäftigungsgesetze überprüfe. Ferner findet das Unternehmen die finanziellen Schwierigkeiten von Hey Tekstil “besorgniserregend” und befürwortet eine "gesetzeskonforme, faire und gerechte Einigung zugunsten der betroffenen Arbeiter”.

Konkret können die betroffenen Arbeiter von Esprit aber keine Hilfe erwarten, da das Unternehmen angibt, als “börsennotierte Aktiengesellschaft und unter Berücksichtigung des türkischen Rechts… keine Handhabe” zu haben. Von Li & Fung fehlt weiterhin jeglicher Kommentar.
 

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