Die EU-Kommission hat dem Druck europäischer Shuhhersteller nachgegeben und die europaweite Erhebung von Strafzöllen auf

Lederschuhe aus China und Vietnam vorerst verlängert. Wie ein Sprecher von Handelskommissar Peter Mendelson am Montag in Brüssel mitteilte, wolle das Gremium zunächst eine Untersuchung in Auftrag geben, die mögliche Auswirkungen auf die europäische Branche erörtern soll. Man rechnet nun, dass diese Analyse rund ein dreiviertel Jahr in Anspruch nehmen wird.

Zuvor hatten mehrere Hersteller, vor allem aus Italien mit einer Klage gedroht, sollten die Zölle aufgehoben werden. Der Handel hingegen dürfte sich angesichts der Beibehaltung der Strafzölle ordentlich ärgern. Schließlich versprächen günstigere Importe aus Asien höhere Gewinne und bessere Absatzzahlen. Die Einsparungen für den europäischen Schuhhandel wären beachtlich, sollten die Zölle irgendwann doch noch gekippt werden. Aktuell beträgt der Satz auf chinesische Erzeugnisse 16,5 und auf Lederschuhe Made in Vietnam zehn Prozent.

Ganz haben beide Seiten ihre Hoffnungen auf eine finale Entscheidung noch nicht aufgegeben. Der Handel erhofft sich eine baldige Abschaffung der Sonderabgaben, während die europäische Schuhindustrie davon ausgeht, dass die nun anzufertigende Studie ihre Bedenken im Preiskampf mit den Billiglohnländern aus Fernost bestätigen wird.

 

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