Der japanische Modekonzern Fast Retailing bereitet sich auf eine Erhöhung der Preise seiner Marke Uniqlo in seinem Heimatmarkt

vor, um gegen die dortige Deflation anzugehen und Gewinnspannen zu stärken.

Aufgrund steigender Kosten im Land, weltweit angehobener Woll- und Baumwollpreise sowie eines schwächeren Yens sieht sich Fast Retailing gezwungen, Uniqlos Preise ab dem nächsten Monat um rund fünf Prozent zu erhöhen.

Der Konzern zeigte sich zunächst verhalten gegenüber einer Preiserhöhung , da er befürchtete, sie könne Uniqlos Image als Anbieter von erschwinglicher Mode und damit seine Umsätze negativ beeinflussen, so Reuters. Investoren setzten sich jedoch für die Erhöhung ein, um gegen rückläufe Gewinne in Japan vorzugehen.

Uniqlos gestiegene Umsätze auf gleicher Fläche um 3,3 beziehungsweise 4,1 Prozent im April und Mai bestärkten zusätzlich die Entscheidung des Konzerns. Die höheren Ladenpreise werden ab nächsten Monat in Japan eingeführt und werden die neuen Herbst- und Winterkollektionen betreffen.

Außer mit dem schwachen Yen und angezogenen Woll- und Baumwollpreisen hat Uniqlo auch mit höheren Arbeitskosten zu kämpfen, da Fast Retailing plant, in Japan 16.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Es wird erwartet, dass Uniqlos Umsatzrendite im vierten Jahr in Folge fällt, und zwar von 21,4 Prozent im Geschäftsjahr 2009-2010 auf 14,2 Prozent für das Geschäftsjahr, das im letzten August endete.

Jedoch soll der gesamte Betriebsgewinn von Fast Retailing, zu dem auch Modemarken wie GU und Theory gehören, für das Geschäftsjahr bis August dank der laufenden Expansionpläne des Unternehmens, die sich stark auf Wachstum in Asien stützen, wieder ein Rekordhoch erreichen.

 

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