Wie der Textildiscounter Kik am Dienstag mitteilte, sind die

Gelder in Höhe von einer Million US-Dollar des Hilfsfonds zur Unterstützung der Familien der Brandopfer von Karachi jetzt in Pakistan eingegangen und können in den nächsten Tagen an diese ausgezahlt werden.

Bei einem Großfeuer waren in der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi am 11. September 2012 mehr als 300 Arbeiter ums Leben gekommen. Anschließende Untersuchungen hatten ergeben, dass der Betrieb auch für Kik fertigte.

Obwohl der Hilfsfond von Kik relativ schnell eingerichtet wurde, gestaltete sich die Überweisung und Auszahlung der Gelder jedoch langwierig und schwierig. "Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in Pakistan können die Gelder nunmehr in den nächsten Tagen ausgezahlt werden. Als Handelsunternehmen fehlt uns die Infrastruktur, eine solche Mittelverteilung direkt zu organisieren", sagte Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer für Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation bei KiK. "Deshalb haben wir einen starken Partner gesucht und ihn in der renommierten pakistanischen Nicht-Regierungsorganisation PILER (Pakistan Institute of Labour Education and Research) gefunden. PILER hilft uns jetzt, die Gelder schnell, angemessen und gerecht an die Opferfamilien zu verteilen", erklärte Arretz.

PILER hatte zuvor in einem langwierigen Prozess Hilfsansprüche klären müssen und ist jetzt soweit, die Gelder auszahlen zu können. Eine Ende Januar vom obersten Gericht der Provinz Sindh einberufene Kommission legte die jeweilige Höhe der Auszahlungen fest. “Wir freuen uns, dass die Gelder von KiK in Höhe von 1 Million US Dollar für den Hilfsfond bereit stehen. Die erste Tranche ist überwiesen und wir können den Eingang bestätigen", sagte PILER-Geschäftsführer Ali Karamat. "Dies ist ein historischer Schritt. Er wird auch in der Zukunft richtungsweisend sein bei der Klärung von Entschädigungsansprüchen."

Zeitgleich gehen auch die Bemühungen um bessere Brandschutzvorkehrungen in pakistanischen Fabriken voran. Auch hier kooperiert Kik mit PILER und hat ein gemeinsames Projekt zur Auditierung und Qualifizierung der Fabriken gestartet, für das weitere Beteiligte gesucht werden. "Wir wollen uns gerne mit vielen anderen Beteiligten zusammentun, um in Sachen Brandschutz in den Produktionsbetrieben möglichst viel erreichen zu können. Als Auftraggeber können wir allein keine Veränderung herbeiführen. Dies geht nur im Schulterschluss mit den örtlichen Institutionen", äußerte sich Arretz.
 

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