Bei Adidas stehen einem Magazinbericht zufolge angelsächsische Hedgefonds vor der Tür. Sie sondierten

einen Einstieg bei dem Sportartikelhersteller, berichtete das 'Manager Magazin' am Mittwoch vorab aus der am Freitag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf Finanzkreise. Ziel der Hedgefonds sei ein radikaler Kurswechsel bei dem Unternehmen, das zuletzt wegen seines Russlandgeschäfts und Problemen bei der Golfsparte seine Gewinnprognose drastisch gesenkt hatte. Sie fordern den Angaben nach eine Ablösung von Vorstandschef Herbert Hainer. Ihn machten die Investoren für die jüngsten Probleme des Sportartiklers verantwortlich.

Am Aktienmarkt kamen die Gerüchte gut an: Nach einem schwächeren Handelsauftakt stiegen die Aktien mit mehr als zwei Prozent Plus in die Dax-Spitzengruppe. Ein Börsianer sah den möglichen Einstieg von Hedgefonds positiv. Die aktuellen Probleme haben den Aktienkurs seit dem Rekordhoch Anfang Januar in der Spitze um über 40 Prozent einbrechen lassen. Adidas sind damit der mit Abstand schwächste Dax-Wert in diesem Jahr.

Dem Bericht zufolge haben einige Großinvestoren Kontakt zu renommierten Anwaltskanzleien aufgenommen. Zu den Interessenten zählen demnach Hedgefonds wie Third Point, der Fonds des New Yorker Investors Daniel Loeb. Einen Einstieg prüften außerdem Eric Knight, Chef der US-Investmentfirma Knight Vinke, sowie der Fonds TCI des Briten Chris Hohn. Keiner der angeblichen Interessenten wollte sich gegenüber dem Magazin zu den Informationen äußern.

Auch Adidas hielt sich bedeckt. Man stehe regelmäßig in Kontakt "mit aktuellen und potenziellen Investoren", hieß es gegenüber dem Magazin. Spekulationen über Wünsche nach einem neuen Kurs für Adidas sind nicht neu. Auch das "Wall Street Journal" hatte berichtet, es hätten im Sommer bereits mehrere Großaktionäre mit Adidas-Vertretern über mögliche Veränderungen gesprochen. (dpa)

 

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