Das Europaparlament entschied am gestrigen Donnerstag über Pakistans Zukunft in Bezug

auf die Erweiterung zum Allgemeinen Präferenzsystem, APS+. Genau 406 Parlamentarier sprachen sich für einen Einschluss Pakistans aus und bewilligten damit APS+-Status für Pakistan bis 2017.

Diese Entscheidung wird besonders die Textil- und Bekleidungsbranche begünstigen, da sie jetzt zollfreien Zugang zu 27 europäischen Ländern hat. Pakistanische Textil- und Bekleidungsexporte hatten in den letzten Monaten abgenommen, da es für Hersteller und Exporteure schwierig war, mit Konkurrenten aus Sri Lanka und Bangladesch mitzuhalten, die bereits Zollfreiheit in der EU genießen.

Erst auf dem zweiten Euratex-Kongress vom 4. bis 5. November in Berlin hatte sich die europäische Textil- und Bekleidungsindustrie jedoch gegen eine Einbeziehung Pakistans ausgesprochen. Euratex liegt besonders die Implementierung der 27 internationalen Konventionen (UN-Menschenrechtskonventionen, ILO-Kernübereinkommen, Umweltübereinkommen) am Herzen und sieht für Pakistan als Bewerber nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllt. Zudem führte der europäische Textil- und Bekleidungsverband an, dass “Pakistan bereits eine dominante Stellung im EU-Markt für eine beachtliche Reihe von Textilprodukten” einnehme.

Pakistan ist einer der größten Bekleidungsexporteure der Welt und konnte sein Exportvolumen im letzten Wirtschaftsjahr, das am 30. Juni2013 endete, um 5.9 Prozent von 12,34 Milliarden US-Dollar (8,97 Milliarden Euro) auf 13,06 Milliarden US-Dollar (9,5 Milliarden Euro) steigern. Der neue APS+-Status wird ab dem 1. Januar 2014 gelten und Pakistans Bekleidungs- und Textilexporten weiteren Auftrieb geben.
 

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